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Feilenhauerstraße in Grevenbroich: Stadt will Ex-Kleingärten neu gestalten

Feilenhauerstraße in Grevenbroich : Stadtbetriebe wollen frühere Kleingartenanlage neu gestalten

Die Stadt hat für die ehemaligen Schrebergärten an der Feilenhauerstraße ein Konzept entwickelt. Das Areal soll ökologisch deutlich aufgewertet werden. Welche Pflanzen dort gesetzt werden sollen und wie der Zeitplan aussieht.

Die Stadt Grevenbroich möchte an der Feilenhauerstraße einen größeren Lebens- und Wachstumsraum für Insekten und Pflanzen schaffen. Deshalb hatten die Stadtbetriebe den Mietern der Kleingarten-Parzellen in dem Bereich zum 30. Oktober 2020 gekündigt. Ziel ist es, das Gelände ökologisch aufzuwerten. Damit soll im Herbst dieses Jahres begonnen werden, wie unsere Redaktion am Freitag erfuhr. Das Gelände soll laut Stadt unmittelbar an ein Landschaftsschutzgebiet grenzen.

Nach Auskunft der Verwaltung hat sich seit der Räumung der Parzellen einiges getan. Im Juni wurde die frühere Schrebergartenanlage begutachtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich auf der gesamten Fläche ein artenreiches Biotop entwickelt hat. „Damit musste die ursprüngliche Planung etwas angepasst werden“, heißt es bei der Stadt: Eine Wiesensaat sei nicht mehr nötig, da bereits ausreichend Wiesenfläche entstanden sei. An manchen Stellen, an denen einst Gartenhäuser standen, sind nun Sandflächen vorhanden, die in das Planungskonzept integriert werden sollen.

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Die Öko-Aufwertung des Areals soll nun mit der Pflege der vorhandenen Obstbäume sowie dem Entfernen von toten Bäumen, Sträuchern und vereinzelter nicht standortgerechter Bäume beginnen. Zudem sollen eine Kirschlorbeerhecke und ein Fundament entfernt werden. In den Maßnahmenkatalog fallen auch Weißdorn und Schlehe, mit denen Gehölzlücken geschlossen werden sollen – und eine etwa acht Meter lange Ligusterhecke. Darüber hinaus sollen etliche Obstgehölze neu gepflanzt werden. Durch Tot­holz- und Steinhaufen, durch Bienen- und Insektenhotels soll neuer Lebensraum für kleine Lebewesen geschaffen werden. Die Stadtverwaltung kündigt zusätzlich an, im Herbst 2022 weitere Obst- und Gehölzstreifen pflanzen zu wollen.

Derweil beschäftigen sich die Behörden auf Drängen eines Anwohners mit der Frage, ob zwischenzeitlich vorgenommene Bodenversiegelungen im Randbereich der früheren Kleingartenanlage rechtens sind. Manche Anwohner hatten Teile der früheren Pachtgrundstücke dazugekauft und diese nach ihren Vorstellungen gestaltet.

(NGZ)