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Grevenbroich: FDP und Grüne kritisieren zweiten Stadtsprecher

Grevenbroich : FDP und Grüne kritisieren zweiten Stadtsprecher

Die Ankündigung von Bürgermeister Klaus Krützen, neben Stephan Renner einen zweiten Sprecher einzustellen, stößt auf Kritik: "Deutlicher kann der Bürgermeister nicht zum Ausdruck bringen, dass er von einer schlanken Verwaltung nichts hält", erklärt FDP-Fraktionschef Markus Schumacher. Die FDP habe 2016 beantragt, einen Stellenreduzierungsplan aufzustellen. Krützen habe gebeten, "erst ein Gutachten der Gemeindeprüfungsanstalt abzuwarten. Das liegt bis heute nicht vor. In der Zwischenzeit stellt er neues Personal ein und schafft dauerhafte Fakten", sagt Schumacher. "Es wird immer deutlicher, dass der Bürgermeister nicht das Ziel verfolgt, seine Verwaltung schlanker und effizienter aufzustellen. Das muss er vor den Bürgern rechtfertigen." Krützen habe zudem mit Stephan Renner bald "einen qualifizierten Parteifreund als Pressesprecher zusätzlich an seiner Seite". Da brauche es nicht noch eine weitere Person.

Für die Grünen setzt der Verwaltungschef "falsche Prioritäten". Fraktionschef Dirk Gawlinski weist auf "die Unterbesetzung im Bürgerbüro und den von allen Parteien gewünschten Streetworker im Bahnhofsumfeld" hin. Die Grünen fragen sich zudem, warum Krützen nicht den Hauptausschuss informiert habe. "Vermutlich scheute er die darauf folgende Diskussion", meint Gawlinski. Krützen hatte angekündigt, die Öffentlichkeitsarbeit - auch mit Blick auf die sozialen Medien - auf professionellere Beine stellen zu wollen. Die Grünen können nicht nachvollziehen, dass "für Facebook, Twitter und Co. jemand zusätzlich eingestellt" werden müsse. Gawlinski: "Es ist nicht notwendig, sich überall einzumischen, meist reicht beobachten."

(NGZ)