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Grevenbroich: FDP lehnt neuen Kunstrasenplatz für TuS ab

Grevenbroich : FDP lehnt neuen Kunstrasenplatz für TuS ab

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Manfred Hermanns kritisiert die Verwaltung und die Haltung im Rat.

FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Hermanns spart zurzeit nicht an Seitenhieben gegen die Verwaltung und die anderen Ratsfraktionen. Erst jüngst legte er am Rande des Stadtparteitags der Liberalen mit markigen Worten nach.

"Die großen Volksparteien müssen aufhören, als Volksbeglücker aufzutreten. Die Kassen sind leer, viele Versprechungen sind bloße Augenwischerei. Das sorgt nur für noch mehr Politikverdrossenheit bei den Bürgern", sagte Manfred Hermanns. Ein Satz dürfte beim TuS Grevenbroich auf helle Ohren stoßen. In Sachen Kunstrasenplätze bezog Hermanns im Gespräch mit unserer Zeitung klar Stellung. "Aus sportfachlicher Sicht sind sie natürlich begrüßenswert. Aber es gibt eben Dinge, die so zurzeit einfach nicht finanzierbar sind."

Die drohende Pleite und die Ankündigung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, die Stadt notfalls unter die Knute eines Sparkommissars zu stellen, bestimmen zurzeit nicht nur bei den Liberalen die Tagesordnung. Aber die Bilder, die dort in Reden herbeizitiert werden, haben es in sich. Hermanns zieht zur finanziellen Situation der Stadt einen knallharten Vergleich: "Es ist, als habe die Stadt einen Strick um den Hals und stünde auf einem Stuhl, der nur noch ein wackliges Bein hat."

FDP-Stadtverbandsvorsitzender Markus Schumacher schlägt in eine ähnliche Richtung. "Wenn so in Grevenbroich weiter Politik gemacht wird, wie es derzeit der Fall ist, dann ist die Stadt bald pleite und es kommt tatsächlich der Sparkommissar."

Zudem vermisst Schumacher mehr Bereitschaft, die Neuen Medien zu nutzen. Es sei bedauernswert, dass der Vorstoß, Ratssitzungen live im Internet zu übertragen, so abgebügelt wurde. "Die CDU sprach ja davon, dass dies populistische Debatten begünstige", sagt Schumacher. "Ich sehe lieber die Chancen, als mich in Bedenken zu üben. Solche Übertragungen könnten Schluss machen mit jedweder Form von Hinterzimmerpolitik."

(NGZ/rl)