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Grevenbroich: FDP kritisiert Bikertreff am alten Wellenfreibad

Grevenbroich : FDP kritisiert Bikertreff am alten Wellenfreibad

Entwickelt sich das ehemalige Neurather Wellenbad zu einem Treff für Motorradfahrer? Das befürchtet der FDP-Fraktionsvorsitzende Manfred Hermanns. Im Hauptausschuss übte er Kritik am "Boost in den Mai", der vor einigen Wochen von den Bikern des Clubs "Vmax Cologne" veranstaltet wurde. 500 Fahrer reisten dafür sogar aus Frankreich und Dänemark nach Neurath an.

"Die Viktoriastraße wurde mit Flatterband abgesperrt, um sogenannte ,Burnings' zu veranstalten", schilderte Hermanns im Ausschuss. Die Fahrer hätten die Hinterradreifen durchdrehen lassen, "bis dass die Gummis qualmten", betonte der ehemalige Polizeibeamte. Er fragte: "Wer hat das genehmigt? Und ist das ein Bestandteil des Vertrages, den wir mit dem neuen Pächter geschlossen haben?"

"Stadt muss tätig werden"

Laut Hermanns könne es nicht angehen, dass die Stadt das Gelände für einen symbolischen Preis abgebe, damit es nun "für eine höhere Summe" unterverpachtet werde. Und: "Wenn dort ein Wildwuchs stattfindet, muss die Stadt tätig werden. Nicht, dass es nachher in Neurath zu Treffen wie in Schleswig-Holstein kommt – mit mehr als tausend Bikern", so Hermanns.

Ebenfalls kritisierte der FDP-Chef, dass der Parkplatz des ehemaligen Wellenbades über einen längeren Zeitraum hinweg von einem Stunt-Betrieb belegt worden sei. Und: "Der Pächter muss auch die Außenanlagen in Ordnung halten, das ist nicht geschehen", ereiferte sich Manfred Hermanns.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny hielt sich im Hauptausschuss jedoch zurück. "Sie waren doch dabei, als der Vertrag geschlossen wurde", erklärte sie. Eine weitere Diskussion wurde von der Verwaltungschefin jedoch nicht zugelassen. Der Grund: Das Thema Wellenbad wurde auch im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt. Dabei stand ein Antrag der UWG zur Diskussion. Sie hatte gefordert, einen Teil des Geländes dem Neusser Eike-Christian Witte zu überlassen, der dort eine Fußballgolf-Anlage plant. Wie nach der Sitzung bekannt wurde, prüft die Stadtverwaltung derzeit Grundstücks- und Planungsfragen. .

(NGZ)