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Grevenbroich: Familienvater hofft auf einen Lebensretter

Grevenbroich : Familienvater hofft auf einen Lebensretter

Der 32 Jahre alte Marc aus Langwaden ist an Leukämie erkrankt. Er hofft auf einen Stammzellspender. Eine weltweite Suche verlief ohne Ergebnis. Nun starten Freunde und Familie des zweifachen Vaters eine Typisierungs-Aktion.

Die Diagnose war für den 32 Jahre alten Marc aus Langwaden ein Schock: Ärzte bescheinigten ihm vor wenigen Wochen eine Blutkrebs-Erkrankung. Eine Überlebenschance hat der zweifache Familienvater nur dann, wenn irgendwo auf der Welt ein passender Stammzellenspender gefunden wird. Da die Suche bisher erfolglos war, setzen Freunde und Familie von Marc derzeit alle Hebel in Bewegung, um einen Lebensretter zu finden. Am Samstag, 10. Mai, starten sie gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Registrierungs-Aktion im Alten Schloss.

Mitte März erhielt der 32-Jährige die Diagnose. "Im ersten Moment war ich geschockt - mir gingen tausend Dinge durch den Kopf", sagt er: "Ich möchte ja noch so viel mit der Familie machen und die Kinder aufwachsen sehen." Grundsätzlich ist der junge Langwadener aber optimistisch eingestellt, bei den Ärzten der Universitätsklinik Düsseldorf fühlt er sich in den besten Händen. Nun gilt es, so schnell wie möglich einen Spender zu finden.

Leicht ist das aber nicht. "Es kommt nur sehr selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben", erklärt Hong-Mi Yang von der DKMS. Im günstigsten Fall liege die Wahrscheinlichkeit bei 1:20 000, bei seltenen Gewebemerkmalen findet sich eventuell unter mehreren Millionen kein "genetischer Zwilling". "Die Suche ist aber auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen", betont Hong-Mi Yang: "Wer sich nicht in eine Spenderdatei aufnehmen lässt, kann auch nicht gefunden werden."

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Freunde und Familie von Marc hoffen nun darauf, dass sich möglichst viele Menschen am 10. Mai von 10 bis 16 Uhr im Schloss registrieren lassen - auch um anderen Erkrankten zu helfen. Zur Teilnahme ruft Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf, der gemeinsam mit Bürgermeisterin Ursula Kwasny die Schirmherrschaft übernommen hat. "Ich hoffe, dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligen werden, um Marc und anderen die ersehnte Hilfe zuteilwerden zu lassen", sagt der Politiker, der sich selbst vor Jahren bei der DKMS registrieren ließ.

Ursula Kwasny bedauert, dass erneut ein Familienvater aus Grevenbroich an Leukämie erkrankt ist: "Um dem Mann zu helfen, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Personen typisieren lassen", sagt sie: "Die Transplantation von Stammzellen ist für ihn die einzige Hoffnung auf Heilung."

(NGZ)