Grevenbroich: Fahrradständer-Beschluss vom Rat erneut vertagt

Grevenbroich: Fahrradständer-Beschluss vom Rat erneut vertagt

Die Anlieger warten seit Monaten darauf, doch die Politik lässt sich Zeit. Der Stadtrat hat soeben erneut die Verlegung der umstrittenen Fahrradständer am Grevenbroicher Bahnhof vertagt. Und zwar in den nächsten Bauausschuss, der erst im März wieder zusammenkommt.

Weil die Fahrradständer häufiger Treff von Drogenabhängigen und Alkoholsüchtigen sind, fordern Anlieger, dass die komplette Anlage in das Bahnhofs-Parkhaus verlegt, dort umzäunt und an radfahrende Pendler vermietet werden soll. Die CDU unterstützt dieses Begehren zwar mit einem Antrag, doch für den konnte sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am 30. November noch nicht entscheiden.

Erst sollen im Rathaus die Kosten für die Verlegung der Fahrradständer ermittelt werden. Dass das innerhalb von 14 Tagen nicht möglich ist, wurde jetzt im Stadtrat deutlich. Er verwies den CDU-Antrag zunächst zum Bearbeiten in die Verwaltung, danach sollen sich die Baupolitiker wieder mit der Thematik beschäftigen. Kurzum: Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Das ärgert Manfred Jendrny, der im Auftrag der Anlieger vehement auf die Verlegung der 52 Fahrradständer pocht. "Wir werden damit das Problem von Drogenabhängigen und Alkoholsüchtigen am Bahnhof ganz sicher nicht lösen", sagt er. "Aber das Ganze wird sich dann nicht mehr vor unserer Haustüre abspielen." Schon im September hätten die Politiker das Thema vertagt, allmählich werde es Zeit für eine Entscheidung.

  • Grevenbroich : Fahrradständer: Beschluss vertagt

Manfred Jendrny kündigt an, dass er nun eine Ergänzung zum CDU-Antrag bei der Stadt einreichen werde. Die Anlieger wollen, dass der Platz, auf dem heute noch die Ständer stehen, künftig bepflanzt werden soll - "damit diese Stelle kein Treffpunkt bleibt". Um die Anlage wollen sich die Anwohner des Bahnhofsvorplatzes kümmern.

Dass das alles in absehbarer Zeit geschehen wird, daran zweifelt Jendrny mittlerweile. "Ich glaube nicht, dass es bis zum Schützenfest 2018 eine Lösung geben wird."

(wilp)