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Grevenbroich: Fahrplan für den Rohr-Check

Grevenbroich : Fahrplan für den Rohr-Check

Ein Mammut-Projekt: Rund 15.000 Hauseigentümer müssen ihre Schmutzwasserleitungen auf Dichtheit überprüfen lassen. Die Stadt hat einen Zeitplan aufgestellt, bis wann der Rohr-Check in den einzelnen Orten erfolgt sein muss.

Ein Blick unter die Erde ist nötig: Alle Hauseigentümer in der Stadt müssen ihre privaten Abwasserleitungen, in denen Schmutzwasser fließt, erstmals auf Dichtheit checken lassen. Das schreibt das Landeswassergesetz vor. Die Stadt hat dafür einen Fahrplan aufgestellt. Manche Stadtteile sind bereits 2011 an der Reihe, in anderen ist bis 2023 Zeit. Der Bauausschuss hat dem Plan zugestimmt, das letzte Wort bei der Satzung hat der Rat.

Das Grundprinzip: "Wir arbeiten uns im Stadtgebiet von Norden nach Süden vor. Vorgezogen werden Bereiche, die in Wasserschutzgebieten liegen", erklärt Rainer Baumgardt, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV). In Busch und Teilen von Hemmerden stand der Rohr-Check bereits 2010 an. In diesem Jahr erhalten Eigentümer in Münchrath, Mühlrath und Teilen von Kapellen Post von der WGV — samt Info-Broschüre. Baumgardt: "Wir schreiben jedes Jahr die Eigentümer in den Orten an, in denen die Frist am jeweiligen Jahresende abläuft. Wir empfehlen, erst nach dem Schreiben ein Unternehmen zu beauftragen." Der Vorteil: Mit der Prüfung in Etappen würden die Prüffirmen gleichmäßiger ausgelastet. "Größere Nachfrage könnte zu höheren Kosten führen", so Baumgardt. Zudem rät er, sich mit Nachbarn für einen Auftrag zusammenzuschließen. "Das kann günstiger sein." Die WGV empfehlen zudem, ein schriftliches Angebot anzufordern. Die Rohre dürfen nur sachkundige Unternehmen prüfen, eine Liste der Firmen gibt's im Internet.

Wer Fragen hat: Die WGV bieten eine "kostenfreie Beratung über den notwendigen Umfang der Untersuchung und die Anforderungen an die Prüfbescheinigung an", erklärt Baumgardt. In Grevenbroich sei eine optische Prüfung per Kanal-Kamera nötig. Mit rund 300 bis 500 Euro Kosten müsse der Eigentümer eines Einfamilienhauses rechnen. Treten beim Check Mängel auf, beraten die WGV auch über die Sanierung. Die Fristen für die Stadtteile (jeweils zum Jahresende): Bis Ende 2011 Münchrath, Mühlrath, Teile von Kapellen (Am Tolles, Stövergasse, Auf dem Mergendahl, Rilke-, Storm-, Hoffmann-, Heine-, Hölderlin-, Brentano-, Gerhart-Hauptmann- und Wilhelm-Busch-Straße, Friedrichstraße vom Ortseingang bis Heinestraße). 2012 Teile von Neukirchen, Gubisrath, Neukircher Heide. 2013 übriges Kapellen. 2014 Hülchrath, übriges Neukirchen. 2015 Noithausen, Gruissem, Neubrück, übriges Hemmerden. 2016 Wevelinghoven, Langwaden. 2017 Orken, Elsen. 2018 Elfgen, Laach, Fürth. 2019 Stadtmitte. 2020 Südstadt, Barrenstein. 2021 Allrath, Neuenhausen. 2022 Gustorf, Gindorf. 2023 Frimmersdorf, Neurath.

(NGZ)