1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Neubau am Kreiskrankenhaus: Fachärztezentrum ist fast fertig

Neubau am Kreiskrankenhaus : Fachärztezentrum ist fast fertig

Das Fachärztezentrum am Grevenbroicher Kreiskrankenhaus (KKH) ist fast fertig. "Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff", weiß Ralf H. Nennhaus (50). Der neue Kreiskrankenhausdirektor blickt zufrieden auf den in vier Gebäudekörper unterteilten Neubau. Die Fachärzte sind jetzt alle an der Von-Werth-Straße angekommen. Den Aufschlag machte der Grevenbroicher Kardiologe Dr. Rainer Budde mit seinem Einzug Ende Dezember. Als letzte Mietpartei nahm am Montag die Praxis-Mannschaft um Dr. Karl Alberty die Dialyse in den neuen, hellen Räumen in Betrieb.

Die Außenanlagen sind noch nicht fertig. In den Konferenzräumen werden noch die Bodenfliesen verlegt, die Begrünung der Dachterrassen fehlt und das neue Bistro inklusive Krankenhauskantine präsentiert sich noch als Baustelle. Für Ralf H. Nennhaus ist das alles kein Problem: "Wir liegen nach dem langen, strengen Winter ganz gut in der Zeit." Für ihn sei es wesentlich, dass alle Praxisräume rechtzeitig fertig geworden sind und alle Teams ihre Arbeit planmäßig aufnehmen konnten.

Zum neuen Fachärztezentrum gehören auch zwei Ladenlokale: Sie werden am 1. und 15. Juni bezugsfertig. Dort wird dann das Sanitätshaus Schild einziehen und die Erft-Apotheke eine Filiale eröffnen.

Im Juni nimmt auch Savita, eine Tochter der St.-Augustinus-Kliniken, den Betrieb in der ambulanten Reha-Einrichtung auf. "Unsere Belegschaft ist davon nicht betroffen", versichert Nennhaus. "Unsere Physiotherapeuten haben auch künftig ihre Aufgaben im Krankenhaus."

In die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung hat der Rhein-Kreis Neuss 16,5 Millionen Euro investiert. "Bei der Finanzierung haben wird eine Punktlandung hingelegt", freut sich Klaus Mais (39), Leiter der Finanzen und federführend für das Großprojekt Fachärztezentrum verantwortlich.

Dass es ein gutes Miteinander von Niedergelassenen und Klinikern geben wird, davon ist Ralf H. Nennhaus schon jetzt überzeugt. "Mit der Pathologie, der Radiologie und dem Neuro-Centrum haben wir bereits schon Erfahrungen am KKH-Standort gesammelt."

Für die Ausgestaltung und die gebündelte Kompetenz gab's bislang nur Lob. Dass immer wieder über fehlende Parkflächen geklagt wird — trotz einer Tiefgarage mit 60 neuen Stellplätzen — gehört für Nennhaus zum Alltag. Übrigens: Wer sich alles aus nächster Nähe anschauen will, der hat am 29. Mai beim Tag der offenen Türe mit feierlicher Eröffnung dazu genügend Gelegenheit.

(NGZ)