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Grevenbroich: Evangelische Gemeinde ehrt am Reformationstag ihren Kantor

Grevenbroich : Evangelische Gemeinde ehrt am Reformationstag ihren Kantor

Karl-Georg Brumm. Dieser Name steht für Musik in Grevenbroich. Gut 300 Konzerte hat er für die Evangelische Gemeinde organisiert, er betreut Chöre und Instrumentalisten, begeistert junge und jung gebliebene Sänger. Jetzt blickt der 58-Jährige auf ein ganz besonderes Datum: Heute, am Reformationstag, feiert er sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Kirchenmusiker. "Die meiste Zeit davon habe ich in Grevenbroich verbracht", sagt Brumm. Bereut hat er diese Entscheidung nicht.

Die Musik hat Karl-Georg Brumm schon im Kindesalter begeistert. Die Blockflöte war sein Einstieg. Als die Eltern feststellten, dass ihrem Sohn das Absolute Gehör angeboren war, wurde ein Klavier gekauft, später auch ein Cello. Im Alter von 15 Jahren spielte Brumm schon die Orgel in seiner Heimatgemeinde Heiligenhaus. Und im Ratinger Stadtteil Hösel erhielt das junge Talent seine erste Anstellung - da war er noch keine 18. Fünf Jahre lang belegte er diese Stelle, nebenbei erledigte er sein Abitur, nahm anschließend das Studium der Kirchenmusik auf.

"Während der Ausbildung wollte ich dann auch gerne einen Chor leiten", erinnert er sich. Deshalb wechselte er zur Gemeinde Holthausen in Mülheim an der Ruhr. Er organisierte zahlreiche Konzerte mit Bach-Kantaten und Haydn-Messen. 1984 schloss er sein Studium ab. "Einen Tag nach meinem A-Examen hat Grevenbroich mich hierher berufen", berichtet Brumm.

Seit 31 Jahren ist er in der Schlossstadt für die Kirchenmusik verantwortlich. Die Kantorei, der Kinderchor, der Posaunenchor, die Jugendkantorei und die Wevelinghovener "Gospelfriends" singen und musizieren nach seinem Taktstock. Und auch in den Offenen Ganztagsgrundschulen ist Brumm aktiv.

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Die Arbeit mit jungen Leuten liegt dem Kreiskantor ganz besonders am Herzen. Mit der Jugendkantorei unternimmt er regelmäßig Tourneen, die unter anderem zu den großen Kirchen in Hamburg und Berlin führten. Für 2017 plant er eine Konzertreise zur Saarbrücker Ludwigskirche, für 2018 liegt schon eine Einladung nach Meißen vor.

Zum Reformationsgottesdienst um 19 Uhr wird die Kantorei die Kantate "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist" von Johann Sebastian Bach aufführen. An der großen Orgel der Christuskirche eröffnet Karl-Georg Brumm anschließend die Feierlichkeiten zum 500-jährigen Reformationsjubiläum mit der Choralfantasie "Eine feste Burg ist unser Gott" von Max Reger. Danach lädt die Gemeinde zur Feier des Dienstjubiläums ein.

(NGZ)