Grevenbroich: Erste Schulen gehen bald ans schnelle Netz

Grevenbroich: Erste Schulen gehen bald ans schnelle Netz

Seit 2017 wird im Rahmen von "Gute Schule 2020" saniert. Als nächstes sollen vier Schulen mit schneller EDV fürs digitale Lernen ans Netz.

Zur Sanierung und besseren Ausstattung ihrer Lehranstalten nimmt die Stadt am Projekt "Gute Schule 2020" teil. Gefördert mit Mitteln vom Bund, stehen seit 2017 für vier Jahre je 865.000 Euro zur Verfügung, wie Kämmerin Monika Stirken-Hohmann sagt. "Eine der wesentlichen Maßnahmen wird die Erweiterung der EDV-Verkabelungen sein", beschreibt sie wesentliche Investitionen 2018.

Denn damit Schüler digital lernen und arbeiten können, muss dazu die grundsätzliche Voraussetzung geschaffen werden. Besagter Ausbau der EDV-Leitungen bringt Gebäude ans Netz, ist also die "grundsätzliche Infrastruktur", wie Dirk Schwarz, Leiter des Gebäudemanagements, sagt. Sie soll an der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule, Gebäude Parkstraße, an der Realschule Wevelinghoven, am Erasmus-Gymnasium sowie am Gebäude A der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ab diesem Monat umgesetzt werden. Dazu rollen noch nicht die Bagger an - "der Ausführungsbeginn ist nicht operativ", wie die Kämmerin erläutert, sondern bedeutet: Ausschreibungen gehen raus. Parallel dazu erfolgt die "Feinabstimmung mit den jeweiligen Schulen", führt Dirk Schwarz aus. "Mindestens ein halbes Jahr" sei nach seiner Einschätzung für die jeweiligen Verkabelungen zu veranschlagen, "das geht nicht mal eben in den Sommerferien". Standortvorteil der von-Humboldt-Gesamtschule an der Parkstraße sei, dass sie wegen der Phenolsanierung "ohnehin leer steht". Konsens zu zeitlichen Abläufen sei ebenfalls an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule erzielt, dort könnten die ersten Spatenstiche in den Osterferien vorgenommen werden. Das Erasmus-Gymnasium stellt deshalb eine logistische Herausforderung dar, weil sie für die Verkabelungsarbeiten "nicht komplett leer räumbar ist". Hier könnte aber zum Ende der Woche ein entsprechender Zeitplan definiert werden. Fast einen Wettbewerbsvorteil ergibt sich an Gebäude A der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule: "Sie ist derzeit ohnehin eine Baustelle", wie Stirken-Hohmann beschreibt: Zurzeit werden dort Baumaßnahmen umgesetzt, die durch gesetzliche Brandschutzauflagen erforderlich wurden. Auch die voraussichtliche Dauer der Verkabelungen ist tabellarisch festgehalten: noch vor Beginn der Sommerferien 2018 soll beispielsweise die von-Humboldt-Gesamtschule am Netz sein. Zum Jahresende sollen Realschule und Erasmus-Gymnasium folgen, die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule im Sommer 2019.

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Außerdem im Maßnahmenkatalog dieses Jahres festgeschrieben sind zwei weitere bauliche Maßnahmen: Die partielle Fassaden- und Fenstersanierung am Pascal-Gymnasium sowie die Sanierung der Turnhalle an der Wilhelm-von-Humboldt Gesamtschule in Orken. "Das ist ein Prozess", beschreibt die Kämmerin die miteinander verzahnten Abläufe, in der Unwägbarkeiten die Planung durcheinanderwirbeln können. Die Instandsetzung der Turnhalle dauert bis 2019. Wann die Arbeiten am "Pascal" beendet sein könnten, ist offen.

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