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Die Weichen sind gestellt: Erste Schritte zur Gemeinschaftsschule

Die Weichen sind gestellt : Erste Schritte zur Gemeinschaftsschule

Stadtrat und Schulausschuss haben die Weichen gestellt, eine Arbeitsgruppe aus Schuldirektoren, Verwaltung und Bezirksregierung arbeitet an den Details: Grevenbroich will eine Gemeinschaftsschule.

Jetzt wurde der ergebnisoffene Prozess gestartet. Erst, wenn auch die Eltern von künftigen Gesamtschülern ein positives Votum abgeben, kann die Schloss-Stadt sich offiziell um die Teilnahme am NRW-Schulprojekt bewerben. Wie die Chancen stehen, einer der maximal 50 Standorte für Gemeinschaftsschulen zu werden, ist allerdings unklar. Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Erster Beigeordneter Michael Heesch waren nach den ersten Gesprächen mit der Bezirksregierung optimistisch: "Wir haben den Eindruck, dass unsere Chancen gut stehen."

Und so könnte die erste Gemeinschaftsschule in Grevenbroich aussehen: Sie würde ab dem Schuljahr 2012/13 aus den beiden Hauptschulen "Katholische Hauptschule (KHS)" und "Hans-Sachs-Schule" sowie der Realschule Bergheimer Straße gebildet werden. Für die KHS würde dies bedeuten, dass sie ihren Status als Konfessionsschule verliert.

So sieht der Fahrplan mit dem Ziel "Gemeinschaftsschule" aus: Im Oktober 2011 soll der offizielle Antrag bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gestellt werden. Zuvor müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss eine Arbeitsgruppe ein neues pädagogisches Konzept erarbeiten. Dieses soll der Stadtrat in der letzten Sitzung vor den Sommerferien verabschieden.

Außerdem müssen die Eltern der Dritt- und Viertklässler informiert werden, ehe sie per Fragebogen ihre Meinung zum Modellprojekt äußern können. "Es ist unverzichtbar, die Eltern umfassend zu informieren, um eine breite Akzeptanz zu haben", erklärt die Vorsitzende des Schulausschusses, Irmintrud Berger (CDU).

Die neue Richtung in der Schulpolitik war von SPD und CDU vorgegeben worden. Sie sehen die Zukunft der Grevenbroicher Schullandschaft in der neuen Gemeinschaftsschule — gerade vor dem Hintergrund, dass es für die Hans-Sachs-Schule zu wenig Anmeldungen für die fünfte Klasse gibt.

(NGZ)