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Grevenbroich: Erste Pläne für neue Feuerwache

Grevenbroich : Erste Pläne für neue Feuerwache

Zwei Feuerwehren und ein Rettungswagen werden im Süden der Stadt unter einem Dach stationiert. Erste Pläne für das 2,4 Millionen Euro teure Neubauprojekt liegen bereits vor. In 2013 soll das Gebäude fertiggestellt werden.

Der Standort steht fest: Auf einem 7700 Quadratmeter großen Gelände, gleich neben dem ehemaligen Frimmersdorfer Rathaus, soll das neue Gebäude entstehen. Vorausgesetzt, der Rat entscheidet sich in der nächsten Woche für die 2,4 Millionen Euro umfassende Investition. Erste Pläne für die gemeinsame Wache der Neurather und Frimmersdorfer Wehren wurden den Politikern unlängst in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen präsentiert. Sie liegen jetzt auch der NGZ-Redaktion vor.

"Das sind allerdings noch grobe Zeichnungen", erklärt der städtische Dezernent Claus Ropertz. Das Büro "thelenarchitekten" aus Düsseldorf, das unter anderem für die Gemeinde Rommerskirchen zwei Feuerwehrhäuser plante, habe das Gebäude lediglich skizziert. Nach einem positiven Ratsbeschluss am kommenden Donnerstag will die Stadt zunächst in die Grundstücksverhandlungen einsteigen (das Gelände gehört RWE), bevor es an die Detailplanung geht. Nach derzeitigen Vorstellungen soll das Feuerwehrhaus im Laufe des Jahres 2013 fertiggestellt werden.

Der Grund für den Neubau: Die Gerätehäuser der beiden Einheiten – die bereits heute oft gemeinsam alarmiert werden – weisen erhebliche Mängel auf. Zudem entsprechen sie nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Frimmersdorfer und Neurather Feuerwehrleute sollen jedoch nicht die einzigen sein, die zwischen den Orten ein neues Domizil finden. Der Rhein-Kreis Neuss plant, dort auch mindestens einen Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst zu stationieren. Der Vorteil: "Die Orte im Süden der Stadt, aber auch Teile der benachbarten Gemeinde Rommerskirchen könnten bei Notfällen schneller erreicht werden. Das wäre eine enorme Aufwertung des Rettungsdienstes", betont Ropertz. Der Kreis beteiligt sich übrigens nicht an den Baukosten, er wird als Mieter indie bereitgestellten Räume einziehen.

Die von "thelenarchitekten" erstellten Grobplanungen sehen einen zweigeschossigen Neubau vor, der mit fünf Hallen ausgerüstet werden soll. "Die Räume für die Feuerwehr und die Rettungseinheit werden durch einen gemeinsamen Haupteingang erschlossen", erläutert der Dezernent. Im Inneren seien die Bereich jedoch in beiden Geschossen getrennt, damit es zu keinen Überschneidungen im Betriebsablauf komme. Bei Alarm sollen künftig sämtliche Fahrzeuge über die Frankenstraße ausrücken.

"Bevor mit Planungen und Bauarbeiten begonnen werden kann, muss der Rat am Donnerstag die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen", betont Claus Ropertz. Die notwendigen Finanzmittel sollen auf die städtischen Haushalte der Jahre 2012 und 2013 verteilt werden.

(NGZ)