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Grevenbroich: Erlebnispark statt Wellenbad

Grevenbroich : Erlebnispark statt Wellenbad

Der Düsseldorfer Thomas Glisin will in Neurath eine Spiellandschaft errichten, in der Kinder auf Kletterpfaden, großen Rutschen und Seilbahnen ihre eigenen Abenteuer erleben können. Noch fehlt aber der Vertrag mit der Stadt.

In der Ratssitzung in der vergangenen Woche haben alle Fraktionen den Bau eines Freizeitparks auf dem brachliegenden Gelände des Wellenbades in Neurath befürwortet. Die Idee dafür stammt von dem Düsseldorfer Thomas Glisin, der in Rath bereits den Indoor-Spielplatz "Bobbolino" betreibt und jetzt in Neurath einen Erlebnispark nach dem Vorbild des Ketteler Hofs in Haltern am See bauen will.

2011 hatte Glisin bereits die Aussicht, seinen Erlebnispark rund um das Naturbad in Mühlheim-Styrum zu errichten. Obwohl damals schon alles in trockenen Tüchern schien — die Pläne für den Park waren bereits erstellt — entschied sich die Stadt dann doch gegen die Schließung des Naturbades.

Wasserspiele, Rutschen, Rodeln

"Nach dieser Erfahrung mache ich keine Planungen, bevor die Vorverträge mit der Stadt Grevenbroich unterschrieben sind", sagt Thomas Glisin. Erst dann werde er einen technischen Zeichner damit beauftragen, einen genauen Plan für die zunächst 30 000 Quadratmeter große Spiellandschaft zu erstellen. Etwa 1,5 Millionen Euro will Glisin in den Freizeitpark investieren. Wird das Angebot gut angenommen, kann er sich vorstellen, die Fläche auf 50 000 Quadratmeter zu erweitern.

Ähnlich hat es auch der Betreiber des Mitmach-Erlebnisparks Ketteler Hof gemacht. Er begann mit Abenteuer- und Wasserspielplatz, Teppichrutsche, Ponyreiten und Riesensprungkissen. Attraktion um Attraktion baute er seinen Park zum Beispiel mit Wasserrutsche, Sommerrodelbahn, verschiedensten Kletterlandschaften und neuen Erlebnispfaden aus. Mittlerweile gibt es dort 32 Spielangebote. Während diese sich in Haltern am See auf einer Fläche von 120 000 Quadratmetern befinden, würde Glisin zunächst nur ein Viertel dieser Fläche zum Erlebnispark umbauen.

Bei den Angeboten will er sich aber dennoch am Kettler Hof orientieren. So soll es verschiedene Rutschen, Wasserspiele und auch Klettermöglichkeiten geben. "Im Nichtschwimmerbecken könnte ich mir vorstellen, eine Power-Padler-Anlage zu errichten", sagt Thomas Glisin. Dabei müssten sich die Kinder auf kleinen Flößen über das Wasser manövrieren. "All diese Überlegungen sind aber noch nicht konkret", betont Glisin, der hofft, dass die Vorverträge in vier bis sechs Wochen unterschrieben werden können.

Politik befürwortet Park

FDP und CDU haben im Rat die Stadtverwaltung aufgefordert, so schnell wie möglich, die Vorverträge für den Erlebnispark zu erstellen und die nötigen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen

(NGZ/rl)