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Grevenbroich: Erfthalle: Vertreter der Vereine hoffen noch

Grevenbroich : Erfthalle: Vertreter der Vereine hoffen noch

Enttäuschung, Ärger und ein letzter Hoffnungsschimmer – das sind Gefühle vieler Frimmersdorfer mit Blick auf die Zukunft der für große Events gesperrten Erfthalle. Die sieht düster aus: RWE Power ist, wie die Stadt mitteilte, nicht bereit, die Halle zu sponsern. Bürgermeisterin Ursula Kwasny sah darin den letzten Rettungsanker.

"Nach der Vorstellung des Dehoga-Gutachtens habe ich kein anderes Ergebnis erwartet", sagt Hubert Geritan (59). Der Vorsitzende des Bürgervereins Frimmersdorf macht seinem Ärger Luft: "Ich bin auf 180. Fürs Museum werden 500 000 Euro bereitgestellt, für die Erfthalle ist kein Geld da. Das Museum hat den Vorteil, dass es nicht im Süden der Stadt steht. Bürgermeisterin Ursula Kwasny hat für die Halle gekämpft, doch der Süden hat im Rat keine Lobby."

Im Rathaus wird bereits über "Plan B" gesprochen, der könnte etwa im Abriss und Neubau eines Multifunktionsgebäudes bestehen. "Abriss und Bau kosten doch rund eine Million, das Geld könnte man in die Erfthalle stecken", so Geritan, der noch Hoffnung auf den Erhalt hat. "Wenn die Verwaltung uns klipp und klar sagt, was an der Halle getan werden muss, um den Weiterbetrieb, ohne Verschönerung, zu ermöglichen, dann würden sich die Vereine zusammensetzen und anpacken. Allein in meinem Schützenzug sind sieben Techniker, Ingenieure und Meister." Auch Jürgen Linges (45), Vorsitzender der SG Frimmersdorf/Neurath, meint: "Erst sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die Halle zu retten. Wichtig ist, dass die Stadt Bürger und Vereine in die Entscheidungsfindung einbezieht."

Sein Frühlingsfest feiert der Heimatverein im Zelt auf dem Tennenplatz. "Doch dann können die Vereine mehrere Tage nicht spielen", so Geritan. Die RWE-Pensionärsvereinigung mit 450 Mitgliedern weicht für ihre Feier zum 20-jährigen Bestehen im Oktober nach Elfgen ins Zelt aus. "Wir und andere brauchen die Halle", betont Vorsitzender Willi Spieß (72). Wir sollten alles tun, um sie doch zu retten".

Geritan sieht schon das nächste Problem: Wenn die Feuerwehrhäuser in Frimmersdorf und Neurath zusammengelegt werden, könnte als Nächstes die Schließung von Haus Neurath drohen." Der Saal befindet sich über dem Gerätehaus.

(NGZ)