Grevenbroich: Erft-Brücke soll wieder für Radler geöffnet werden

Grevenbroich : Erft-Brücke soll wieder für Radler geöffnet werden

Die Stahlbrücke führt über die Erft, doch passieren können sie weder Fußgänger noch Radler. Die alte Konstruktion ist gesperrt, eine solide Eisenwand verhindert den Durchgang. Spitze "Zähne" sollen verhindern, dass jemand die Sperre umgeht. "Ist die Brücke so marode, dass man die Zugänge verschweißen muß?", fragt Walter Düllberg.

Der 63 Jahre alte Kapellener fährt gern Fahrrad, ist dabei auch entlang der Erft unterwegs. Und er würde bei Radausflügen gern die Stahlbrücke südwestlich der Wevelinghovener Straße (Kreisstraße 10), nahe der früheren Zuckerfabrik in Wevelinghoven, nutzen. Düllberg vermutet, dass das Bauwerk auch im Zusammenhang mit dem einstigen Werk steht, da über der Brücke ein großes Rohr verläuft. "Bis vor etwa zwei Jahren war die Brücke noch geöffnet. Darüber konnte man schnell auf die andere Seite der Erft wechseln. Das sparte einiges an Zeit", erzählt der Kapellener. Doch dann sei, wie Walter Düllberg weiter berichtet, die Stahlbrücke gesperrt worden.

"Wer mal kurz die Flussseite wechseln will, hat nun längere Umwege zu fahren." Der schmale Pfad, der zur Flussüberquerung führt, wachse langsam zu. Walter Düllberg vermisst die Querungsmöglichkeit. Und er fragt nun, wer denn für die Brücke zuständig ist, warum sie geschlossen wurde und ob sie wieder geöffnet werden kann. Klar ist: "Der Erftverband ist für die Brücke nicht zuständig", sagt Luise Bollig vom Verband auf Anfrage der NGZ-Redaktion. "Es handelt sich um eine alte Werksbrücke der früheren Zuckerfabrik, die für die Rohrleitung diente und wohl nicht für die öffentliche Nutzung fungierte", erläutert die Erftverband-Sprecherin in Bergheim.

Im Grevenbroicher Rathaus erklärte gestern Stadtsprecher Robert Jordan: "Wir werden prüfen, wer für diese Brücke zuständig ist - und ob dort eine Öffnungsmöglichkeit besteht."

(cso-)
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