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Grevenbroich: Energiestadt-Slogan bald auf den Ortsschildern?

Grevenbroich : Energiestadt-Slogan bald auf den Ortsschildern?

Was in anderen Bundesländern längst erlaubt ist, soll nun auch in Nordrhein-Westfalen kommen: Die Städte sollen bald Eigenwerbung auf dem Ortsschild betreiben dürfen. Eine Chance für Grevenbroich, ihren Bundeshauptstadt-Slogan an prominenter Stelle zu platzieren?

Bürgermeisterin Ursula Kwasny will darüber mit den Ratsfraktionen diskutieren.

Der Slogan wurde durch einen Wettbewerb ermittelt, seit dem Frühjahr 2005 nennt sich Grevenbroich "Bundeshauptstadt der Energie". Dokumentiert wird das mit Tafeln, die im gebührenden Abstand zu den Ortseingangsschildern aufgestellt werden mussten. Künftig könnte der Titel gleich unter dem Namen der Stadt zu finden sein — also äußerst werbewirksam.

Doch Verwaltungschefin Kwasny ist skeptisch, ob sie dem zustimmen würde: "Der Spruch klingt für mich zu viel protzig. Berlin ist die Bundeshauptstadt, es gibt keine zweite", meint die Bürgermeisterin. Aus diesem Grund habe sie den Slogan auch nach ihrem Amtsantritt aus dem offiziellen Briefpapier der Stadtverwaltung gestrichen. Was sie stattdessen lieber lesen würde: ",Stadt der Energie' — das müsste meiner Meinung nach reichen."

Wobei Ursula Kwasny das Wort "Energie" nicht nur auf Kohle und Kraftwerke beschränkt wissen will: "Wir sind auch die Stadt der erneuerbaren Energien — und: Die Grevenbroicher selbst sind voller Energie. Was sie im Rahmen unseres Stadtjubiläums auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich."

Im September will Kwasny die Ortsschilder im Ältestenrat thematisieren. Ob dabei auch der zweitplatzierte Spruch des Wettbewerbs zur Diskussion kommt, ist offen. Der hieß "Grevenbroich — zwischen Altbier und Kölsch" und trifft es ja auch . . . irgendwie.

(NGZ)