1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Endlich Lärmschutz für Hemmerden

Grevenbroich : Endlich Lärmschutz für Hemmerden

Seit über 30 Jahren fordern Hemmerdener Lärmschutz an der A 46. Jetzt steht fest: Die Autobahn soll nicht nur einen lärmmindernden Straßenbelag erhalten, sondern 2014 auch eine Lärmschutzwand. Das erklärt jetzt "Straßen NRW".

Die jahrzehntelangelangen Bemühungen von Hemmerdenern um Lärmschutz haben vermutlich bald Erfolg: "Wir errichten an der Autobahn 46 bei Hemmerden eine Lärmschutzwand. Sie steht im Bauprogramm", erklärt Peter Belusa, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen NRW in der Niederlassung Krefeld.

Seit 35 Jahren kämpft der Hemmerdener Günter Meis für Lärmschutz entlang der Autobahn, sammelte mit seiner Frau 1200 Unterschriften, schrieb an Behörden und führte etliche Gespräche. "Wir würden uns sehr freuen, wenn die Wand endlich bald kommt", sagt der 69-Jährige, der im Wohngebiet an der Borsig- und Junkerstraße in Hemmerden wohnt, auf Anfrage der NGZ. Möglich geworden sei die Lärmschutzwand, "weil auf Landesebene vor zwei Jahren die Dezibel-Richtwerte gesenkt worden sind", meint Günter Meis.

Laut Peter Belusa von Straßen NRW haben Bundes- und Landesverkehrsministerium dem Projekt bereits zugestimmt. Allerdings seien noch Abstimmungsgespräche und Berechnungen möglich. "Wir beginnen jetzt mit der konkreten Planung. Dabei wird errechnet, wie hoch und lang die Wand werden soll, schließlich sollen möglichst viele Anwohner davon profitieren." Auch das Baumaterial – Betonverbundstoff mit oder ohne Glaseinsätzen oder Metallwände mit Alu-Verbundstoff – stehe noch nicht fest.

Errichtet werden soll das Bauwerk nach den Plänen des Landesbetriebs Straßenbau im Jahr 2014. Nach Auskunft von Belusa ist zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Wand im Bereich der Ortschaft Vierwinden geplant.

Schon bislang war klar, dass auf der A 46-Fahrbahn ein lärmmindernder, sogenannter Splittmastix-Belag eingebaut wird. Der Landesbetrieb plant nämlich die Sanierung des etwa 15 Kilometer langen Abschnittes zwischen dem Autobahn-Dreieck Holz und dem Kreuz Neuss-West. "Die Fahrbahn ist marode", begründet Peter Belusa die Erneuerung. Schließlich ist die Fernstraße stark belastet: Täglich rollen rund 60 000 Fahrzeuge auf dem Grevenbroicher Abschnitt der A 46. Zehn Prozent davon sind schwere Lastwagen.

Die Bagger sollen etwa in einem Jahr anrollen. Zunächst sollen, wie es beim Landesbetrieb bereits im Sommer hieß, die Autobahn-Anschlussstellen Jüchen und Grevenbroich erneuert und die Standstreifen verstärkt werden. Anschließend werden auf dem Mittelstreifen – wie schon anderenorts – Schutzwände aus Beton errichtet. Zum Schluss erhält die Fahrbahn den neuen Belag, der den Lärm um zwei Dezibel senkt.

Die Kosten für die Autobahn-Sanierung mit Bundesmitteln gibt der Landesbetrieb in Krefeld mit rund 18,5 Millionen Euro an. Wie teuer die Lärmschutzwand bei Hemmerden wird, steht nach Auskunft von Peter Belusa noch nicht fest.

(NGZ)