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Grevenbroich: Elterninitiative sieht Zukunft von Realschülern gefährdet

Grevenbroich : Elterninitiative sieht Zukunft von Realschülern gefährdet

Morgen wird sich der Rat mit dem Bürgerbegehren zum Erhalt der Realschule Bergheimer Straße befassen, auch Vertreter der Elterninitiative werden im Bernardussaal dabei sein. "Wir wünschen uns, dass der Rat dem Begehren folgt. Aber ich denke, dass er den Bürgerentscheid einfordert", erklärt Uwe Leushake, Sprecher der Initiative. Und er betont: Mit ihrem Beschluss, die Realschule sukzessive aufzulösen, "gefährdet die Stadt massiv die Zukunft von Schülern".

Das Problem, auf das Leushake vor der Sitzung hinweist: "Es wird der Eindruck erweckt, dass die Zukunft der Kinder an der Schule sicher ist, dass sie im gleichen Gebäude mit der gleichen Qualität bis zum Schulabschluss unterrichtet werden." Doch der Rat habe beschlossen, dass die Schule so lange fortgeführt werde, "bis ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann". In diesem Fall müsse der Schulabschluss an einer anderen Schule ermöglicht werden. "Doch was heißt das?", fragt Leushake. "An der Realschule Bergheimer Straße bestehen Profilklassen, etwa in Musik oder Mathematik/Naturwissenschaften. Die gibt's nicht überall." Beim Schulwechsel drohten den Kindern Nachteile. "Eine Garantie für die Fortsetzung des pädagogischen Konzepts kann und will uns keiner geben", sagt Leushake.

Doch auch ein Schulbetrieb an der Bergheimer Straße bis zum Ende der zehnten Stufe bringe Probleme mit sich. "Wir befürchten, dass bei geringer Schülerzahl nicht immer die nötigen Fachlehrer bereit stehen stehen", begründet Leushake den Kampf für den Fortbestand.

Bei der Bezirksregierung Düsseldorf erklärt Sprecherin Marielle Erb: "Für die Realschule Bergheimer Straße können wir noch keine detaillierte Aussage treffen, wir warten erst das Begehren ab." Der ordnungsgemäße Schulbetrieb müsse gewährleistet sein. "Das wird schwieriger, wenn die Zahl der Schüler sinkt. Lösungen könnten eine Kooperation mit anderen Schulen sein oder Lehrer, die an zwei Schulen unterrichten. Ganz gegen Ende kann es sein, dass die letzten Kinder an umliegenden Schulen unterrichtet werden", so Erb. Sie betont: "Für jede Schule wird – auch im Gespräch mit Eltern – eine individuelle Lösung gesucht."

(cso-)