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Grevenbroich: Eltern werden zur Schul-Zukunft befragt

Grevenbroich : Eltern werden zur Schul-Zukunft befragt

Bis yum 15. Mai sollen Eltern von Zweit- und Drittklässlern Post erhalten. Sie werden zur Schulzukunft befragt.

Der Fragebogen ist abgestimmt, die Infoflyer sind gedruckt, bis 15. Mai sollen Eltern von Zweit- und Drittklässlern Post erhalten. Im Grevenbroicher Rathaus und bei der Bezirksregierung in Düsseldorf ist die formelle Elternbefragung zur Schulzukunft vorbereitet worden. "Die Mütter und Väter können entscheiden, welche weiterführenden Schulen es künftig in der Stadt geben wird. Das ist eine einmalige Chance", meint Erster Beigeordneter Michael Heesch.

Die neue Schulform Sekundarschule oder zweite Gesamtschule — dies ist die entscheidende Frage in Grevenbroich. Zum einen sinkt die Nachfrage für die Hauptschulen, so dass die Orkener Hans-Sachs-Schule im Sommer keine neue Eingangsklasse bilden kann. Zum anderen ist die Käthe-Kollwitz-Schule seit Jahren derart überlaufen, dass regelmäßig 120 Kinder abgewiesen werden müssen. Beim letzten Anmeldeverfahren waren es mit 84 allerdings nicht so viele, dass die Bezirksregierung darin denn klaren Elternwillen für eine zweite Gesamtschule erkannt hat.

Uneinig ist die Politik in der Frage "Sekundarschule oder Gesamtschule?". Innerhalb der CDU wurde das Thema kontrovers diskutiert. Die Lösung der Christdemokraten: Sie wollten die Eltern per Fragebogen abstimmen lassen — allerdings informell. Dieses Ergebnis hätte aber keinerlei rechtliche Verpflichtung dargestellt. Diesem Verfahren wollten sich auch die übrigen Fraktionen anschließen, obwohl sie sich teils schon lange für eine zweite Gesamtschule positioniert haben. Doch nach den letzten Anmeldeverfahren verlangte die Bezirksregierung eine formelle Befragung. "Der Fragebogen muss bestimmte Formalien erfüllen. Aufgelistet werden alle weiterführenden Schulen" so Heesch. Deshalb sei er auch in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung formuliert worden.

Und so läuft die Befragung ab: Erhalten werden den Bogen Eltern von Zweit- und Drittklässlern — nicht nur in Grevenbroich, sondern auch in Rommerskirchen. Denn in der Nachbargemeinde fehlt eine eigene weiterführende Schule. Die Eltern können anonym angeben, auf welche Schule sie ihr Kind schicken würden. "Die Verteilung und die Abgabe erfolgt über die Klassenlehrer in den Klassen", erklärt Thomas Staff, Leiter des Fachbereichs Schule. "Neben dem Infoflyer gibt es auch zwei Termine, bei den Eltern ihre Fragen stellen können", kündigt Michael Heesch an.

Für Ende Mai, Anfang Juni werden jetzt geeignete Veranstaltungsräume gesucht.

(NGZ)