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Grevenbroich: Eltern ärgern sich über große Klassen in Gesamtschule II

Grevenbroich : Eltern ärgern sich über große Klassen in Gesamtschule II

So hatten sich viele Eltern der künftigen Fünftklässler den Start an der neuen Gesamtschule nicht vorgestellt: 30, auch 31 Kinder gibt es in den Regelklassen – entgegen dem zuvor angekündigten Richtwert von 25 Schülern pro Klasse. "Die Klassen sind viel so groß. Wie sollen die Lehrer denn da noch differenzieren", fragt die Mutter eines Fünftklässlers, die nicht genannt werden möchte. Eine andere ergänzt: "Von dieser Klassengröße war nie die Rede."

So hatten sich viele Eltern der künftigen Fünftklässler den Start an der neuen Gesamtschule nicht vorgestellt: 30, auch 31 Kinder gibt es in den Regelklassen — entgegen dem zuvor angekündigten Richtwert von 25 Schülern pro Klasse. "Die Klassen sind viel so groß. Wie sollen die Lehrer denn da noch differenzieren", fragt die Mutter eines Fünftklässlers, die nicht genannt werden möchte. Eine andere ergänzt: "Von dieser Klassengröße war nie die Rede."

210 Fünftklässler sind an der neuen Gesamtschule aufgenommen worden — dazu kommen noch drei Kinder mit Förderbedarf, die ihre gewünschte Schule nach einer einstweiligen Anordnung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf besuchen dürfen. Kurz: In den insgesamt sieben Klassen der offiziell noch namenlosen "Gesamtschule II" wird es eng werden. Dabei hat die Bezirksregierung lediglich sechs Züge und — als Ausnahme zum Schulstart — sieben genehmigt.

Dass die Klassengröße an der neuen Schule zu einem Problem werden könnte, hat die Stadtverwaltung erreicht. "Wir sind uns des Ernstes dieser Problematik bewusst", so Rathaus-Sprecherin Ines Hammelstein. Dass sich Eltern etwa beim ersten Elternabend beschwert hätten, sei auch im Rathaus bekannt. Eine Lösung sei zurzeit aber noch nicht möglich.

Denn am heutigen Tag ist ein Treffen von Erstem Beigeordneten Michael Heesch, Thomas Staff, Leiter des Fachbereichs Schulen, und den Vorsitzenden aller Grevenbroicher Fraktionen geplant — dabei gibt es nur ein einziges Thema: die zahlreichen Probleme rund um die neue Gesamtschule.

Eines davon: Die Bezirksregierung wird nicht die von der Verwaltung favorisierte Susan Kletzin als Schulleiterin ernennen, sondern einen anderen Kandidaten. Diese Entscheidung habe die Bezirksregierung laut Michael Heesch mit Hinweis auf die "Besten-Auslese" getroffen; der künftige Schulleiter hat bessere Zensuren vorzuweisen.

Auch das Thema der großen Klassen soll dann auf den Tisch. Eine mögliche Lösung, die die Bezirksregierung genehmigen müsste: Die neue Schule auf insgesamt acht Züge zu erweitern.

(NGZ)