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Einzelhandel in Grevenbroich: Parkhaus am Montanushof renoviert.

Einzelhandel in Grevenbroich : Parkhaus am Montanushof renoviert

Nach zwei Jahren Umbauzeit im laufenden Betrieb und einem Millioneninvestment zeigen sich die Parketagen am Einkaufscenter hell und freundlich. Erste Statistiken zeigen einen Anstieg der Besucherzahlen, so der Centermanager.

Recht dunkel und unübersichtlich war es früher im Parkhaus des Montanushofs. Das ist vorbei, auch wenn der Umbau noch nicht abgeschlossen ist. Die große Parkanlage des Einkaufszentrums präsentiert sich nun hell und wie neu, und das wird von den Kunden offensichtlich honoriert. „Bereits jetzt konnten wir eine Steigerung unserer Besucherzahlen feststellen“, sagt Tim Grevelhörster, der Centermanager der Einkaufspassage. Seit nunmehr zwei Jahren „wuppen“ Spezialisten, um das Parkhaus mit rund 700 Abstellplätzen auf Vordermann zu bringen. Noch haben sie im Untergeschoss des dreietagigen Gebäudes eine Menge zu tun. Doch bei einem Blick auf die Kundenfrequenz 2020 ist Grevelhörster sicher: „Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen.“ An die Stelle eines dunklen,  schmuddeligen Zweckbaus ist eine in LED-Licht getauchte, hellgraue und weiße Parkgelegenheit getreten.

Die Kosten dafür liegen im mittleren einstelligen Millionenbereich, sagt Grevelhörster. Denn nach einer eingehenden Begutachtung durch Bauingenieure war klar: Nur mit einigen Eimern Farbe und ein paar neuen Lampen ist es nicht getan. Seit der Eröffnung des Einkaufszentrums im Jahr 1983 litt das Parkhaus unter einem Mangel. Sobald es stark regnete, flossen die Wasserströme samt Erde von der seitlichen Böschung quer über alle Parkplätze. Feuchtigkeit und Schmutz setzten dem Parkhaus gehörig zu.

„Der Eigentümer des Montanushofs musste entscheiden: Sollte das Parkhaus abgerissen und komplett neu aufgebaut werden?“ blickt Centermanager Grevelhörster zurück. Das hätte im Idealfall etwa die Hälfte an Bauzeit erfordert und auch nicht wesentlich mehr gekostet, als die Sanierung im laufenden Betrieb in den zurückliegenden zwei Jahren. Der Montanushof mit seinen 33 Geschäften aber hätte eine Zeit lang schließen müssen. Deshalb wurde im laufenden Betrieb saniert.

Das obere Parkdeck ist nun mit einer Rollator- und Rollstuhlgerechten Rampe mit der Umgebung verbunden. Foto: Dirk Neubauer

Deutlich mehr als 100 Betonstützen wurden jeweils rechts und links durch Baustempel entlastet, der Beton per Hochdruck-Wasserstrahl abgefräst und völlig neu aufgebaut. Ähnlich gründlich gingen die Bauarbeiter beim Boden des Parkdecks vor: Beton wurde abgetragen, eine neue Drainage verlegt, die Schichten wurden fachmännisch wieder aufgebaut – bis hin zum hellgrauen obersten Belag. Neue Edelmetallgeländer und energiesparende LED-Lampen, ein neues Farb- und ein von Grund auf überarbeitetes Müllkonzept komplettieren den Umbau. An der kritischen Hangseite wurden neue Abwasserkanäle gezogen. Holzbretter sollen bei „Schietwetter“ Wasser  draußen halten. Auf dem Oberdeck ist der Belag wetterfest – und daher etwas dunkler. An der Seite entstand eine Rollator- und Rollstuhlgerechte Rampe als Verbindung – zum Beispiel in Richtung Ärztehaus. Eine neue Videoanlage schützt Autos und Gebäude. Eigentlich sollte das Parkhaus zum Cityfrühling fertig werden. Der fällt wegen des Coronavirus aus – und auch die Bautermine verschieben sich aufgrund der Pandemie. Aber im zweiten Quartal soll die Modernisierung beendet sein – verspricht Grevelhörster.

Die gute Nachricht für Autofahrer: An den Parkgebühren ändert das Millionen-Investment erst einmal nichts. Wer etwas im Montanushof einkauft und sein Parkticket abstempeln lässt, parkt weiter 90 Minuten lang kostenfrei. Alle anderen zahlen 50 Cent für die erste halbe Stunde, ein Euro pro Stunde und 1,50 Euro für bis zu 90 Minuten.