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Grevenbroich: Ein dickes Fell für den Straßenkarneval

Grevenbroich : Ein dickes Fell für den Straßenkarneval

Im Kostümladen probierte die NGZ einige tierische Kombinationen für den Straßenkarneval aus, darunter auch das absolut angesagte Einhorn-Outfit. Denn Einhörner sind der Saisontrend - bei den kleinen und auch den größeren Mädchen.

Einhörner sind bei den Karnevalskostümen in dieser Saison absolut im Trend - bei kleinen ebenso wie bei großen Mädchen, stellt Gregorio Massaad fest. Er musste mit seinem Saisonkarnevalsgeschäft "Flic Flac" in diesem Jahr aus dem Montanushof ausziehen, weil dort die Woolworth-Filiale eröffnet hat. Nach langer Suche konnte der Kölner Geschäftsmann in Grevenbroich in die leerstehenden Räume der ehemaligen Videothek am Hammerwerk ziehen - allerdings nur für diese Saison. Dort hat er jetzt auf 600 Quadratmetern viel Platz für etwa 4000 Karnevalskostüme, inklusive Einhorn & Co.

Die NGZ probiert diesmal Trends und Neuheiten für den Straßenkarneval aus, wobei natürlich alles, was schön warmhält, an erster Stelle steht. Darunter gibt es das Einhorn als kuscheligen Overall für den Straßenkarneval ebenso für die großen Jecken, wie das niedliche Petticoat-Kleidchen für kleine Mädchen. Sogar in den rot-weißen Kölner Farben lassen sich Einhörner finden. Der Einhorn-Trend hält sich schon seit 2016 vor allem bei Mädchen. Befördert wurde er durch die Animationskomödie "Ich - Einfach unverbesserlich", in der die Protagonistin, die kleine Agnes, unbedingt ein flauschiges Einhorn haben möchte.

Vom Affen geschultert, so mag es erscheinen: Die optische Täuschung ist eine gepolsterte Hose. Foto: Tinter Anja

Doch tierisch in den Straßen- und Saalkarneval kann es in diesem Jahr aber nicht nur als Einhorn gehen. Wer es märchenhaft mag, geht als Frosch-(König) mit oder ohne Krönchen. Auf optische Täuschung setzen indes die "tragenden" Affen, die eigentlich nichts anderes sind, als eine ausgepolsterte Hose, die aber den Eindruck erweckt, die Trägerin oder der Träger würde auf die Schultern eines Affen gehoben.

Abgesehen von "zoologischen" Kostümierungen sind laut Gregorio Massaad die Patchwork-Jacken, die im Vorjahr schon angesagt waren, jetzt noch mehr zum Trend geworden. Die gibt es jetzt vor allem im Uniformstil, teilweise auch mit Militaria- und Camouflage-Musterung. "Ich gehe selbst dieses Jahr im Patchwork zum Karneval", sagt Masaad, der als Wahl-Kölner natürlich in seiner Heimatstadt feiern wird.

Geöffnet hatte der Geschäftsmann den Karnevalsladen bereits kurz nach Weihnachten: "Denn dieses Jahr ist Karneval sehr früh", wüssten auch die Kunden, sagt Masaad. Deshalb hätten auch schon etliche Kunden über den angebotenen Fundus hinaus Kostüme bestellt. Die seien zwar jetzt noch ganz gut zu bekommen bei den zehn großen Kostümausstattern in Deutschland, weiß Massaad. Das werde aber Ende Januar, Anfang Februar schon wieder ganz anders aussehen.

Und nebenbei: Bei "Flic Flac" ist auch eine typische Grevenbroicher Verkleidung zu finden, nämlich bei den Perücken. Da gibt es Horst Schlämmer für den Kopf samt Schnäuzer. Mit 70er Jahre Brille und Trenchcoat ist "Mister Grevenbroich" perfekt.

(gt)