Grevenbroich: Ehren-Titel für zwei verdiente BSV-Chefs

Grevenbroich: Ehren-Titel für zwei verdiente BSV-Chefs

Joachim Schwedhelm ist jetzt Ehren-Oberst, Lothar Zimmermann Ehren-Vizepräsident des Bürgerschützenvereins Grevenbroich.

Im voll besetzten Rittersaal stimmten jetzt rund 120 Mitglieder des Bürgerschützenvereins Grevenbroich über die Ehren-Titel von zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern ab. Florian Mikulla (22) stellte zudem ein Konzept zum Jungkönig vor und Oberst Stefan Sürth beschrieb, wie das Antreten, die Regimentsabnahme und die Zugwege optimiert werden können.

Die ehrenamtliche Arbeit stelle hohe Ansprüche an den jeweiligen Amtsinhaber, sagte Präsident Detlef Bley und lobte Peter Cremerius, Joachim Schwedhelm und Lothar Zimmermann, die den Bürgerschützenverein "über Jahre hinweg auf Kurs gehalten haben". Sein Vorgänger Peter Cremerius habe zwölf Jahre als Präsident und vorher als Musikbeauftragter großen Einsatz gezeigt. In seine Zeit fielen die Einführung von Klausurtagungen, die Straßenschilder-Aktion und die Schützenpost. Bley dankte Cremerius - der öffentlich auf einen Ehren-Titel verzichtet hatte - für seine Arbeit und wünschte ihm für seinen "lokalpolitischen Unruhestand" alles Gute.

Joachim Schwedhelm agierte seit 2006 als Oberst des Grevenbroicher Regiments. Von 1996 bis 2002 war er zudem stellvertretender Schriftführer des Bürgerschützenvereins. "Joachim Schwedhelm war mit ganzer Seele unser Oberst. Und das wird er auch ein Stück weit bleiben", sagte Detlef Bley. Lothar Zimmermann gehörte seit 2006 dem Vorstand an, er agierte als Vize-Präsident und "Außenminister" des Vereins - und sorgte mit dafür, dass "Grevenbroicher Schützen bei benachbarten Vereinen als Freunde empfangen wurden", sagte Bley.

Auf Antrag des Ehrenpräsidenten Herbert Schikora wurden Joachim Schwedhelm zum Ehren-Oberst und Lothar Zimmermann zum Ehren-Vizepräsidenten des Bürgerschützenvereins ernannt. Die neuen Titelträger wurden von den Mitgliedern mit Applaus gefeiert.

Eine Neuerung, die im Rahmen der außerordentlichen Versammlung vorgestellt wurde: Mit dem Ausschießen eines Jungkönigs hofft der BSV-Vorstand mehr junge Schützen zum alljährlichen Vogelschuss locken zu können. Um am Schießen teilnehmen zu können, sollten die "Youngster" zwischen 18 und 27 Jahre alt sein. Die Idee stammt von Florian Mikulla von den "Schlossjägern": "Wir haben im Regiment etwa 120 junge Schützen - und aus benachbarten Vereinen wissen wir, dass das Amt eines Jungkönigs viel Spaß machen kann", sagte der 22-Jährige. Ob der Jungkönig mit zu benachbarten Vereinen gehen, die Parade abnehmen und eine Königin zur Seite haben muss, sei nicht in Stein gemeißelt.

Oberst Stefan Sürth berichtete anschließend, dass neben der Regimentsabnahme auch das Aufstellen auf der breiteren und gut von Zuschauern besuchten Lindenstraße geplant ist. Für den Zugverlauf wurden mehrere Varianten angeregt. Dazu gehörte ein Sternmarsch oder Zugwege über den Ostwall oder entlang des Schützenbaums an der Karl-Oberbach-Straße. "Schreibt uns E-Mails und kommt zum Schützenstammtisch", lud Sürth die BSV-Mitglieder zur Diskussion ein.

(NGZ)