Grevenbroich: Düsseldorfer lieben Techno-DJ aus Gustorf

Grevenbroich: Düsseldorfer lieben Techno-DJ aus Gustorf

Der Gustorfer Frank Staniek nennt sich DJ "Frank Sonic" und begeistert als Partymacher. Am Wochenende tanzten 1500 Gäste zu seiner Musik,

Der Mann weiß, wie man Menschen zum Tanzen bringt: Seit vier Jahren organisiert der Gustorfer Frank Staniek die Party-Reihe "Feier Rhein" - eine Open-Air-Party im Strand-Club "Treibgut" an der Düsseldorfer Disco "Stahlwerk". Zwischen April und September bittet der DJ und Partymacher dort einmal im Monat zum Tanz. Jetzt wurde die Saison eröffnet. "Wir hatten rund 1500 Partygäste. Die Stimmung war grandios", sagt Frank Staniek. Als DJ hat er sich auf Techno und House spezialisiert, unter dem Künstlernamen "Frank Sonic" hat er sich in Szenekreisen einen Namen gemacht. Und dieser Name ist selbst manchem Techno-Fan in Übersee ein Begriff: Im vergangenen Herbst legte Frank Sonic sogar auf einer Party in New York auf.

Vom kleinen Gustorf in den gigantischen Big Apple, in dieses Zentrum der urbanen Popkultur, in die Stadt, die niemals schläft - das muss man erst mal schaffen. Wer selbst New Yorkern auffallen möchte, der muss was drauf haben: Modewellen entstehen und vergehen in der Metropole am Hudson River so schnell, dass sie am Ende nicht mehr als ein Augenzwinkern im Großstadtgetöse sind. War was New York? Ja, da war was. Auf Techno - überhaupt auf elektronische Musik - made in Germany stehen sie dort drüben. Und Frank Sonic ist in der Szene bekannt: Seit 2002 gehört er als DJ zur Stammbesetzung im angesagten Wuppertaler Club "Butan". Er legt regelmäßig in den europäischen Metropolen auf, zum Beispiel im Berliner Club "Tresor", und selbst bei Massen-Veranstaltungen wie der "Mayday" und "Nature One" stand er schon auf der großen Festivalbühne. "Gerade die Mayday ist für einen DJ wie ein Ritterschlag", sagt Frank Sonic.

Angefangen hat alles im Teen-ageralter. In Gustorf gehörte Frank Sonic einem Trupp junger Leute an, die Partys organisierten. Natürlich legte er da auch auf, Sachen von Vorbildern wie Westbam oder Carl Cox gehörten zu seinem Repertoire. "Man kann sagen, dass ich seit 1999 richtig als DJ unterwegs bin", sagt Frank Sonic. Seinen ersten großen Auftritt hatte er im Januar 2000 in der Oberhausener Turbinenhalle. Später legte er auch regelmäßig bei den Techno- und House-Partys im Düsseldorfer "Tor 3" auf.

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Zu dieser Zeit machte Frank Sonic auch seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Von dieser profitiert der Partymacher heute. Der 31-Jährige ist sein eigener Chef: Er legt als DJ auf, organisiert Partys, hat mit "Techno League" und "Untypisch Musik" zwei Musiklabels gegründet, sich ein eigenes Tonstudio aufgebaut - und er bucht Künstler für seine Veranstaltungen.

Ein solches Leben ist natürlich anstrengend. "Ich habe immer gesagt: Mit 30 fange ich an, mehr Sport zu treiben und mich gesünder zu ernähren", betont Frank Sonic. Das setzt er konsequent um: Er geht regelmäßig Schwimmen - und morgens um 6 Uhr, wenn er von einem Auftritt nach Hause kommt, geht's inzwischen auch nicht mehr so häufig zu McDonald's zum Frühstück. "Man muss schließlich auf seinen Körper achten", sagt Frank Sonic.

(NGZ)
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