Grevenbroich: Drei Stadtteile ohne Strom

Grevenbroich : Drei Stadtteile ohne Strom

In Teilen der Stadt ist Donnerstagmorgen der Strom ausgefallen: Rund 1000 Haushalte waren betroffen, sämtliche Straßenlaternen blieben dunkel. Grund für die Störung war ein Kabelfehler, der in Laach ausfindig gemacht wurde.

Bei Kerzenlicht frühstücken — das klingt romantisch. Für viele Grevenbroicher, die gestern Morgen zur Arbeit oder zur Schule mussten, war es jedoch schlichtweg ein Aufreger. Gegen 5.50 Uhr fiel der Strom aus — in Elsen, Laach und Teilen von Gustorf wurde es in den Häusern und auf den Straßen mit einem Schlag zappenduster. Der Grund: ein Kabelfehler im Mittelspannungsnetz. "Betroffen waren zwischen 800 und 1000 Haushalte", schätzt Horst Rüdiger vom Gas- und Wasserwerk. Wer früh raus musste, ging mit der Taschenlampe ins Bad.

Oder behalf sich mir Kerzen — so wie im Gewerbegebiet am Hammerwerk, dem ebenfalls der Saft ausging. "Wir haben uns mit Teelichtern und Stablampen durch die Gänge getastet", schildert Astrid Stahl, Chefin des Edeka-Marktes. Viel vorbereiten konnten die Mitarbeiter im Dunkeln jedoch nicht. Und das rächte sich, als gegen 6.40 Uhr der Strom wiederkam und 20 Minuten später die ersten Kunden an der Fleischtheke frisches Mett verlangten. "Da mussten wir leider passen, unser Metzger war noch nicht so weit", schildert Stahl.

Nach 50 Minuten war der Strom wieder da

Anders bei Irmgard Fitting von der Bäckerei Schneider: Sie hatte gerade die Brötchen aus dem Ofen geholt, als der Strom ausfiel. "Ware war da — nur die Kunden kamen nicht", bedauert die Verkäuferin: "Denn viele drehten ab, als sie sahen, dass im Laden kein Licht war. Wahrscheinlich vermuteten sie, dass ich verschlafen habe." Als der Strom wiederkam, herrschte in den Supermärkten am Hammerwerk reges Treiben: So mussten etwa sämtliche Registrierkassen wieder hochgefahren werden. "Das hat bis 11 Uhr gedauert", sagt Astrid Stahl. Probleme mit den Kühlgeräten habe es indes nicht gegeben: "Bei einem Stromausfall kühlen sie 24 Stunden lang weiter."

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Nach 50 Minuten war der Strom zwar wieder da, doch die Ursache noch nicht behoben. "Wir haben die betroffenen Gebiete auf ein anderes Netz umgeschaltet und konnten die Stadtteile wieder versorgen", erklärt Horst Rüdiger. Gleichzeitig machten sich sechs GWG-Mitarbeiter auf Fehlersuche. "Das war nicht gerade leicht, da die Straßenlaternen ausgefallen waren", berichtet Rüdiger und meint: "Erschwerend kam hinzu, dass die Batterien unserer Leuchten bei Minustemperaturen von zehn Grad den Geist aufgaben." Die Behebung des Fehlers dauerte bis zum späten Abend. Ein Tipp vom Experten: Nach Stromausfällen sollten die Heizkessel überprüft werden, rät Schornsteinfeger Reiner Vonnahme: "Selbst neuere Modelle springen manchmal nicht von selbst wieder an. Da sollte man kontrollieren, bevor es richtig kalt wird."

(rc)
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