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Grevenbroich: Drei neue Könige für die Caritas-Krippe

Grevenbroich : Drei neue Könige für die Caritas-Krippe

Der Caritasverband hat seine Krippe an der Montanusstraße mit neu geschnitzten Heiligen Drei Königen komplettiert. Als nächstes sind ein Projekt für Schulen und Kitas sowie ein Krippenweg im Kreis geplant.

Die sehenswerte Krippe in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes an der Montanusstraße ist jetzt um drei wichtige Figuren vervollständigt worden: Bislang fehlten dort die Heiligen Drei Könige, seit wenigen Tagen ergänzen Kaspar, Melchior und Balthasar – allesamt nach Ammergauer Schnitzkunst neu gefertigt – das sehenswerte Ensemble. Doch der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss hat noch mehr vor: Die Krippe soll künftig an verschiedenen Orten aufgestellt werden, um Kindern ihre Bedeutung in der christlichen Gesellschaft näherzubringen. Auch ein Krippenweg ist geplant.

Treibende Kraft bei der Vervollständigung ist Peter Brunsbach, der Verwaltungsleiter des Verbandes hat seit 2006 sein Büro in Grevenbroich. "Ich interessiere mich für Krippen, sie gehören für mich einfach zu Weihnachten dazu", erzählt der 55-Jährige. Der Kleinenbroicher hatte einen Baukursus beim Experten Heinz Schichel belegt und selbst eine Krippe für zu Hause gebaut.

Danach kam die Idee: Die alte, wertvolle Krippe der Caritas soll vervollständigt werden. "Wahrscheinlich stammt sie aus dem früheren Kinderheim St. Anna in Neuss. Die Figuren stammen aus der Zeit um 1890, sind mit Scharnieren an Armen und Beinen aufwändig gefertigt", schildert Brunsbach. Über Schichel nahm er Kontakt mit dem Holzschnitzer Guido Hosp aus Bad Bayersoien am See bei Oberammergau auf. "Ich schickte ihm einige Teile von unseren Krippenfiguren, und er schnitzte uns dann die Köpfe, Arme und Beine für die Heiligen Drei Könige", erzählt Brunsbach. "Den Korpus für die einen Meter hohen Figuren haben wir in der Schreinerei der Caritas selbst erstellt." Brunsbach legte dabei selbst Hand an. "Ich bin ein Zahlenmensch, handwerklich aber nicht ganz ungeschickt." Die schönen Gewänder entwarf und schneiderte ehrenamtlich Marlene Bommes aus Kleinenbroich. Nun fehlen noch Details: Ochs und Esel, einige Schafe und ein Brunnen als Sinnbild für die Quelle des Lebens.

In Zukunft sollen die Heiligen Drei Könige und die übrigen Figuren aber nicht nur an der Montanusstraße zu sehen sein, sondern auch auf Reise durch den Kreis gehen. Die Caritas hat nämlich weitere Pläne: "Den Anstoß gab der frühere Geschäftsführer des Caritasverbandes Grevenbroich, Herbert Werner aus Frimmersdorf: ,Mit der Krippe müssen wir mehr machen', meinte er", so Brunsbach. Der Neusser Pfarrer Jochen Koenig möchte in diesem Jahr ein Projekt starten, bei dem die Caritas-Krippe an verschiedenen Orten, etwa in Neuss und Dormagen, gezeigt wird. Das Ziel ist es, die Krippe, ihre Herkunft und Bedeutung Kindern in Grundschulen und Tagesstätten im Rhein-Kreis näherzubringen. Damit könne Kindern, aber auch Erwachsenen, sehr gut die Weihnachtsbotschaft vermittelt werden, so Pastor Koenig.

Darüber hinaus möchten Brunsbach und Werner im Kreis einen Krippenweg installieren – "Vorbilder gibt es in Köln und im Rhein-Erft-Kreis. Auch bei uns im Kreis Neuss stehen in vielen Kirchen und anderen Gebäuden bedeutende Krippen, etwa im Nikolauskloster in Jüchen", erzählt Brunsbach.

Noch steht das Projekt am Anfang In der nächsten Adventszeit soll der Weg mit zunächst etwa zehn Krippen starten. Die Hinweise über die Stationen sollen im Internet zu finden sein.

(NGZ)