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Drei Geistliche gehen betend und singend durch die Fußgängerzone

Spontane Mini-Prozession in Grevenbroich : Geistliche gehen betend durch die Fußgängerzone

Einige Menschen blieben erstaunt stehen und fotografierten, andere knieten sich hin, als am Sonntag Mittag Pfarrer Patrice Koffi, Kaplan Florian Ganslmeier und Diakon Manfred Jansen mit der Monstranz von der Kirche St. Peter und Paul zur Erftbrücke zogen.

Eine spontane Idee, wie Jansen sagte. „Wir haben in der Kirche erst für uns den Gottesdienst gefeiert, in gebührendem Abstand natürlich, und sind dann mit der Monstranz von der Kirche durch die Fußgängerzone zur Erftbrücke gezogen, um dort Gottes Segen in alle Himmelsrichtungen zu spenden“, berichtet der Diakon. Dabei hätten sie gebetet und gesungen. „Wir wollten den Menschen Mut machen und zeigen, dass Gott nicht nur in schönen Zeiten für sie da ist, sondern ihnen immer beisteht“, sagt Jansen.

Autofahrer hätten angehalten. Fenster hätten sich geöffnet und einige Passanten hätten sich auch hingekniet, um so den Segen zu empfangen. Nun wollen die Geistlichen das jeden Sonntag, ab 12 Uhr, machen. Das aber immer in einer anderen Gemeinde. „Wir werden aber nicht sagen wo wir sein werden. Denn wir wollen vermeiden, dass es dort zu Menschenansammlungen kommt“, erklärt Manfred Jansen. „Eine tolle Idee“, hätte ein Spaziergänger den Geistlichen zugerufen. Das habe sie auch darin bestärkt, die kleine Prozession am nächsten Sonntag zu wiederholen.

(goe)