Grevenbroich: Diskussion über Supermarktfassade

Grevenbroich : Diskussion über Supermarktfassade

Der Stadtrat beschließt zum Vertrag für das Neukirchener Neubaugebiet.

Der Stadtrat wird am Mittwoch Weichen für Neukirchen stellen - für das Neubaugebiet an der Hülchrather Straße mit einem Edeka-Supermarkt sowie rund 20 Wohnhäusern. Bevor gebaut werden kann, müssen die Politiker dem städtebaulichen Vertrag mit dem Vorhabenträger, der "Dirk Schlun Ventures Investment Nr. 7", zustimmen - darin werden etwa Erschließung und Gestaltung geregelt. Nach einiger Diskussion im Planungsausschuss wurden jetzt noch Details zur Fassadengestaltung für den Supermarkt im Papier eingearbeitet.

Mit dem 3,9 Hektar großen Neubaugebiet wächst Neukirchen am südlichen Ortseingang: Etwa 16 Ein- sowie drei bis vier Mehrfamilienhäuser sind geplant. Für die Verkehrsanbindung entsteht auf der Hülchrather Straße ein "Mini-Kreisel", die Stadt schließt dafür eine Vereinbarung mit dem Rhein-Kreis .

Prägender Gebäudekomplex im Baugebiet wird der Supermarkt mit 1650 Quadratmetern Verkaufsfläche für Edeka sowie maximal 350 Quadratmetern für ergänzende Sortimente sein - denkbar sind etwa Bäckerei, Blumenladen oder Lotto-Geschäft. Auf dem Parkplatz sollen 140 Autos Platz finden. "Der Supermarkt mit zeitgemäßer Größe ist lebenswichtig für Neukirchen - er ist wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur im Ort", sagt Planungsausschussvorsitzender Wolfgang Kaiser (CDU), der Neukirchener ist.

Handlungsbedarf hatte die SPD im Planungsausschuss bei der Fassadengestaltung gesehen. Während zum Parkplatz und zur Hülchrather Straße - am Ortseingang - hin eine Holzfassade geplant ist, sollte sich die Seite zur Siedlung an der Straße ,Am Nussbaum' als dunkelbraune Wand präsentieren. "Damit waren wir nicht einverstanden. Wir wollten eine Begrünung", sagt Ratsherr Daniel Rinkert. Der Kompromiss: Die Wand wird bis zur halben Höhe begrünt, "wirkt dann nicht so wuchtig", sagt Rinkert. Der dauerhafte Erhalt der Grünanlage entlang der östlichen Fassade wird im Vertrag festgeschrieben. Zudem wird ein beige-brauner Farbton gewählt.

Nicht durchsetzen konnte sich die SPD mit ihrer Forderung, die Möglichkeit einer Vertragsstrafe vorzusehen für den Fall, dass etwa die Fassadengestaltung nicht so ausfällt wie vereinbart. Rinkert spricht von einem "starken Schwert des Vertrages". Die Ausschussmehrheit sah dies anders. "Beim Supermarkt handelt es sich um ein Privatprojekt. Wir wollen keine Vertragsstrafe für eine private Baumaßnahme vorsehen," erklärt Kaiser, zudem sei die Fassadengestaltung samt Bildern in der Vereinbarung niedergelegt. Die SPD enthielt sich im Ausschuss zum Vertrag, "Wir begrüßen aber das Projekt, es stärkt die Entwicklung von Neukirchen", sagt Rinkert.

(von)
Mehr von RP ONLINE