Grevenbroich: Die schönste Tour an der Erft

Grevenbroich : Die schönste Tour an der Erft

Der ADFC Grevenbroich weiß, wie der Start in die Radsaison gelingt. Der Tourenvorschlag zum Einrollen führt an der Erft entlang bis nach Bedburg. Dort locken das Wasserschloss und die historische Kulisse in Alt-Kaster.

Ganz Pfiffige haben natürlich längst ein GPS-Gerät. Für's Fahrrad wohlgemerkt, die mobilen Navigationsgeräte lenken den Radler zielsicher über niederrheinische Feldwege und entlang von Erft und Rhein. Doch selbst modernste Technik ersetzt nicht den wohldosierten Start in die Fahrradsaison. Heiko Fiegl, Vorsitzender des Grevenbroicher ADFC, kennt den typischen Fehler: "Am Anfang sollte man sich nicht überfordern. Die nötige Puste kommt durch regelmäßiges Fahren." Für NGZ-Leser hat Fiegl eine wunderbare Einstiegsroute erarbeitet.

Erftaufwärts führt die gut 30 Kilometer lange Route nach Bedburg und Kaster. Startpunkt ist die Villa Erckens auf der Stadtparkinsel (1). Von dort folgt man den Schildern des Erftradwegs in Richtung Bedburg. Entlang der Erft geht es an der Gustorfer Mühle (2) vorbei. Hier schlängelt sich der Fluss in einigen schönen Biegungen unter den frisch aufgeblühten Bäumen.

Hinter Frimmersdorf verläuft der Radweg am westlichen Erftufer unmittelbar an der Erft. Das rekultivierte Gebiet wirkt dort weitgehend natürlich gewachsen. Das östliche Erftufer soll ungestört renaturieren, der Weg ist dort deswegen gesperrt. In Bedburg — ziemlich genau am Scheitelpunkt der Rundtour — bietet sich den Radlern eine nette Gelegenheit, um zu verschnaufen. Am kleinen Marktplatz finden sich mehrere Lokale, Cafés und Eisdielen. Direkt an der Erft liegt das Restaurant Bedburger Mühle. Die kleine Schlosskapelle im Park das Bedburger Schlosses (3) ist unlängst wegen Baufälligkeit abgerissen worden, dennoch ist das Wasserschloss, dessen Ursprünge auf das zwölfte Jahrhundert zurückgehen, einen kleinen Schlenker wert. Ab der Erftbrücke ist der Weg nach Kaster ausgeschildert. Der kleine Ortsteil Alt-Kaster (4) lockt mit einem vollständig erhaltenen, historischen Ortskern. Ein Pfannkuchenhaus, Bistro, Café und Restaurant bieten ausreichend Möglichkeiten für weitere Einkehrschwünge.

Die Rückfahrt nach Grevenbroich führt entlang der Mühlenerft und des Golfplatzes Erftaue, die rechterhand vorbeiziehen. Links erhebt sich zunächst die Königshovener, dann die Gustorfer Höhe. In Höhe Frimmersdorf wird die L 116 gequert und bis zur L 361 die bekannte Strecke genutzt. Dann geht es nach links in Richtung Gustorf. Entlang der Bahnlinie führt die Route über die Erlenstraße durch Gustorf, knickt nach rechts ab und lenkt unter der Autobahn 540 durch, am Pascal-Gymnasium vorbei und zurück in die Grevenbroicher Innenstadt.

Heiko Fiegl rät, vor der Abfahrt das Fahrrad gründlich zu überprüfen: "Die Reifen sollten mit mindestens drei Bar aufgepumpt sein, Bremsen und die Beleuchtung funktionieren."

(NGZ/rl)
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