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Grevenbroich: Die Partymacher

Grevenbroich : Die Partymacher

Die Jugendinitiative Grevenbroich hat eine School's-Out-Party organisiert. Am letzten Tag des Schuljahres soll im Café Kultus gefeiert werden. Doch das soll nur der Anfang sein. Die Initiative plant weitere Veranstaltungen.

Die Zuversicht ist Sven Bronneberg anzusehen. Der 26-jährige Kassenwart der kürzlich gegründeten Jugendinitiative Grevenbroich weiß aber auch, dass die erste Veranstaltung seines Vereins richtungweisend sein kann. Ein bisschen Anspannung ist daher auch dabei. Mit einer "School's Out Party" im Café Kultus will die Jugendinitiative am Freitag, 22. Juli, ein erstes Lebenszeichen von sich geben. "Wir wollen etwas für die Jugendlichen in der Stadt bewegen und das Freizeitangebot verbessern", sagt Bronneberg. "Die Party ist wichtig, weil sie sozusagen der Startschuss für unsere Arbeit ist."

Mit dabei sind Bands und Musiker wie Roots Queen & The Royal Entourage, Black Remains, Rastabenji, Kayvo und Falco Naktion. Vor allem lockere Sommermusik soll geboten werden, darunter viel Reggae. "Kurz vor dem Beginn der Sommerferien passt das gut", meint Bronneberg. Am Tag der Zeugnisausgabe soll es für die Jugendlichen schon mal ein bisschen Strandbar-Stimmung geben. In Zusammenarbeit mit dem Café Kultus hat die Initiative alles für ein Gelingen vorbereitet. Doch der Anfang war gar nicht leicht.

Das Problem der Jugendinitiative: Sie ist in der Stadt bislang noch recht unbekannt. Das erschwert die Suche nach Sponsoren. "Wir müssen einfach mit Veranstaltungen zeigen, dass wir unsere Ziele ernst nehmen", meint Bronneberg. Dadurch würde die Suche nach Geldgebern auf Sicht vermutlich einfacher. Denn bei der "School's-Out-Party" soll es nicht bleiben. Es ist auch geplant, Konzerte mit bekannteren Künstlern zu organisieren. "Erste Namen diskutieren wir, möchten sie aber noch nicht nennen", sagt Bronneberg.

Zudem sollen erst einmal die befragt werden, für die sich die Initiative einsetzen möchte: die Jugendlichen. Mit Fragebögen soll ermittelt werden, welche Angebote sie in der Stadt vermissen. "Diese Lücke wollen wir dann schließen", erklärt Bronneberg. Deshalb seien nicht nur Partys und Konzerte angedacht. "Wenn wir zum Beispiel sehen, dass es Bedarf für ein Fußballkicker-Turnier gibt, dann werden wir es organisieren."

Doch zunächst steht die "School's-Out-Party" an. Schon im vergangenen Jahr gab es ein ähnliches Angebot im Café Kultus. "Da tobte ein ziemlicher Sturm, und die Leute sind trotzdem zum Feiern gekommen", sagt Bronneberg. Schon alleine deshalb ist er zuversichtlich, dass die Nachfrage auch am 22. Juli groß ist. Beginn ist um 16 Uhr, der Eintritt frei. Für die Jugendinitiative geht es schon vorher ans Eingemachte: Sie packen beim Bühnenaufbau mit an und bereiten alles vor – und sind gespannt, welches Zeugnis ihnen die Schüler für die "School's-Out-Party" ausstellen.

(NGZ)