1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Die Netzwerk-Organisatoren

Grevenbroich : Die Netzwerk-Organisatoren

Das Netzwerk Grevenbroich wächst: Es gibt nicht nur zahlreiche Gruppen, sondern auch ein neues, neunköpfiges Organisationsteam. Roswitha Massarski, Harald Behr und Peter Heypke erzählen, warum sie sich engagieren.

Zwei Bekannte waren es, die Roswitha Massarski (65) vorschlugen: "Komm doch mal mit zum Netzwerk." Die Neuenhausenerin kam mit — und blieb. Jetzt gehört sie mit Harald Behr, Peter Heypke, Helmuth Schumann, Klaus Windgassen, Karin Ludwig-Hütten, Helga Schott, Anne Else Hübner und Gerd Reisinghaus zum Organisations-Team. Die Ehrenamtler übernehmen unterschiedliche Aufgaben: Sie bringen sich in die Gruppen mit ein, stehen als Ansprechpartner bereit oder machen Öffentlichkeitsarbeit. "Unser nächstes Ziel ist es, einen Flyer herauszugeben", sagt Harald Behr. Damit könne man sich auf einen Blick über das Netzwerk informieren — denn die Fragen der Interessenten gleichen sich.

Im vergangenen Oktober hatte die evangelische Christuskirche das Netzwerk gestartet; zunächst wurde gezielt Senioren eingeladen. "Wir wollen alle Menschen ansprechen — egal, ob evangelisch, katholisch, muslimisch oder konfessionslos", so Pfarrerin Monika Ruge. Wichtig sei der Wunsch, die Freizeit gemeinsam mit anderen zu verbringen — und sich auch selbst einzubringen. "Das Netzwerk ist kein Verein. Hier geschieht nur das, was die Teilnehmer wollen und was sie selbst organisieren", erläutert Ruge den Charakter der losen Verbindung. Inzwischen arbeiteten unterschiedliche Gruppen selbstständig.

Harald Behr (65) ist ein wichtiger Knotenpunkt innerhalb des Netzwerks. Der 65-jährige Neuenhausener war beim ersten Treffen dabei, dachte damals noch: "Was machst Du da eigentlich?" Heute weiß er es — er engagiert sich auf vielfältige Art für das Netzwerk: etwa mit Ideen, Vorschlägen zur Verbesserung der Organisation oder mit vielen Arbeiten am PC oder im Internet. Ein Projekt, das Behr gern umsetzen würde: "Eine eigene Homepage des Netzwerkes — natürlich selbst gemacht."

Genau wie Harald Behr bringt sich auch Rosi Massarski mit ihren Fähigkeiten ein. Die gelernte Fleischereiverkäuferin gehört zum Team, das zweimal im Monat das große Netzwerkfrühstück herrichtet. "Ich freue mich über die gute Resonanz — und wenn es den Leuten schmeckt", sagt die Neuenhausenerin. Auch sie selbst könnte sich ein Leben ohne das Netzwerk inzwischen schwer vorstellen. Und immer wieder treffe man neue, nette Leute. Die können sogar — wie Harald Behr — aus demselben Stadtteil stammen. "Wir leben zwar beide in Neuenhausen, kennen uns aber erst über das Netzwerk", erzählen sie.

Auch Peter Heypke, mit 84 Jahren der Senior im Netzwerk, nimmt nicht nur Angebote wahr, sondern ist auch Organisator: Mit Jürgen Stawinksi kümmert er sich um Radausflüge: "Wir haben schon viel gemeinsam unternommen — schön, dass es das Netzwerk gibt."

(NGZ/ac)