Die mittlere Bahnstraße in Grevenbroich wird jetzt umgebaut

Stadtentwicklungskonzept für Grevenbroich : Mittlere Bahnstraße wird jetzt umgebaut

Die Neugestaltung der Bahnstraße geht weiter: Voraussichtlich ab April soll der Abschnitt zwischen Ostwall und Kreisverkehr umgebaut werden, er wird zur Einbahnstraße.

Die Neugestaltung der Bahnstraße im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) geht in die zweite Runde. Nachdem 2018 das östliche Teilstück von der Fußgängerzone bis zur Kreuzung mit Ostwall/Montzstraße an der Reihe war, geht es nun auf dem angrenzenden Abschnitt bis zum Kreisverkehr am früheren Finanzamt weiter. „Die Arbeiten starten voraussichtlich im April und dauern bis 2020“, kündigt Stadtsprecher Stephan Renner an. Stadtverwaltung, Stadtbetriebe und Versorgungsunternehmen werden am 6. Februar im Bernardussaal über den Zeitplan und die Baustellen-Planung informieren.

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts auf der östlichen Bahnstraße im vergangenen August hatte es reichlich Kritik an der nur fünf Meter breiten Fahrbahn für beide Fahrtrichtungen gegeben. Auf der mittleren Bahnstraße wird die Fahrbahn insgesamt sogar nur 4,25 Meter breit werden, allerdings wird mit der Neugestaltung eine Einbahn-Regelung für den Autoverkehr vom Ostwall in Fahrtrichtung Kreisel eingeführt. Der Verkehr in Gegenrichtung soll über die Montzstraße fahren.

Die geplante Einbahnstraße hatte bei der Planung zu Protesten aus der Geschäftswelt geführt. Kritisiert wurde, dass ein Teil der Kunden die Straße künftig nur mit Umwegen anfahren könne. Bei einem Verzicht auf die Einbahn-Regelung befürchtete die Stadt, dass Ministerium und Bezirksregierung die Gesamtmaßnahme in Frage stellen.

Radfahrer können dagegen die mittlere Bahnstraße künftig weiterhin in beiden Richtungen passieren. Für Radler, die entgegen der Einbahnstraße unterwegs sind, wird ein 1,10 Meter breiter Schutzstreifen auf der Fahrbahn angelegt.

Das grundlegende Ziel des Umbaus ist dasselbe wie beim ersten Bauabschnitt: Die Bahnstraße soll als wichtige Verbindungsachse zwischen Fußgängerzone und Bahnhofsquartier aufgewertet, „die Verweilqualität erhöht werden“, erklärt Stephan Renner.

Das gilt vor allem für den Einmündungsbereich an der Alten Bergheimer Straße, der gepflastert werden soll und Platzcharakter erhalten wird. Dort soll künftig Außengastronomie möglich sein. Für Fußgänger werden an der Bahnstraße rund drei Meter breite Bürgersteige angelegt. Die Bordsteine werden abgeflacht – eine Erleichterung für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator. Mit zwölf Bäumen soll der Straßenabschnitt künftig mehr Grün aufweisen als heute.

Für Parker werden rund 50 Stellplätze geschaffen, auf der nördlichen Straßenseite ist Blockparken mit jeweils zwei Stellplätzen nebeneinander vorgesehen. Denkbar ist, diese auch für Sondernutzung, etwa für Straßenfeste, zu nutzen. Diese Park-Lösung wurde bereits im ersten Bauabschnitt der Bahnstraße verwirklicht. Auf der südlichen Straßenseite sind Parkmöglichkeiten in herkömmlicher Anordnung parallel zur Fahrbahn geplant.

Die Dauer der Bauarbeiten bis ins kommende Jahr begründet Stadtsprecher Stephan Renner damit, dass neben der Straßenerneuerung auch Arbeiten an den Versorgungsleitungen anstehen.

Die Tiefbauarbeiten im Zuge der Neugestaltung der mittleren Bahnstraße sollen rund 780.000 Euro kosten. Das ISEK-Programm wird danach fortgesetzt: Weitere Umbauabschnitte sind mit dem Platz der Deutschen Einheit, auf der westlichen Bahnstraße sowie auf der Rheydter Straße und der Dechant-Schütz-Straße im Bahnhofsviertel geplant.