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Meine Firma: Die Kapellener WC-Verkäufer

Meine Firma : Die Kapellener WC-Verkäufer

Vor zwei Jahren zog der Fachgroßhandel Gottschall & Sohn nach Kapellen. In einem 18.000 Quadratmeter großen Lager mit fünf Ausstellungen gibt es alles rund um das Thema Haustechnik.

Vor zwei Jahren zog der Fachgroßhandel Gottschall & Sohn nach Kapellen. In einem 18.000 Quadratmeter großen Lager mit fünf Ausstellungen gibt es alles rund um das Thema Haustechnik.

Von vornehmen Umschreibungen wie "Sanitärkeramik" hält er nicht viel: "Klo-Verkäufer" lautet die Berufsbezeichnung auf der Visitenkarte von Fritz Hollweg (55). "Bodenhaftung ist für mich ein ganz wichtiges Stichwort", sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Gottschall & Sohn KG, zu dessen Charaktereigenschaften aber offensichtlich auch Selbstironie gehört.

Vor zwei Jahren zog er mit seinem Fachgroßhandel für Haustechnik von Düsseldorf nach Kapellen, errichtete dort ein neues Verwaltungsgebäude sowie ein rund 18 000 Quadratmeter großes Logi- stikzentrum. Dort lagern längst nicht nur Toiletten, sondern alles rund um das Thema "Haustechnik". Abdeckt werden die Bereiche Sanitär, Heizung, Klima und Lüftung, Dach, Elektro, Installation und Wasseraufbereitung sowie Werkzeuge. "Die Verkehrsanbindung an unserem neuen Standort direkt an der Autobahn 46 ist einfach ideal", sagt der in Bremen geborene Unternehmer. Außerdem sei der Platzbedarf für sein neues Zentrallager "gigantisch" gewesen, und die Grundstückspreise in Düsseldorf dafür einfach zu hoch.

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Auch der Bedarf an Fachkräften ist hoch — und die zieht Fritz Hollweg am liebsten selbst heran: Unter seinen 280 Mitarbeitern sind 40 Auszubildende, die Hälfte von ihnen begann im "Krisenjahr" 2009 ihre Lehre. Wenn der Chef den angehenden Groß- und Außenhandelskaufleuten oder Fachkräften für Lagerlogistik begegnet, spricht er sie stets mit Namen an. "Wenn der mir nicht einfällt, muss ich fünf Euro in die Azubi-Kasse einzahlen."Seit August 2009 ist er erst um zehn Euro ärmer geworden.

Sein Vater Karl Eugen Hollweg stieg 1955 in die 1949 in Düsseldorf gegründete Gottschall & Sohn KG ein, 1988 übernahm Sohn Fritz das Unternehmen, das sich als Brücke zwischen den Herstellern in der Industrie und dem verarbeitenden Fachhandwerk vor Ort versteht. Von Grevenbroich aus werden die benötigten Teile mit 24 eigenen Lastwagen zu den 25 Abhol-Express-Lagern, genannt ABEX, oder aber direkt zur Baustelle gefahren. Dort nehmen Handwerker die Ware in Empfang, denn: "Für die Montage etwa von Wärmepumpen, Heizthermen oder Solaranlagen ist Fachwissen gefragt", wie Hollweg erklärt. In fünf Ausstellungen können die Handwerker ihren Kunden Innovationen rund um Bad und Heizung präsentieren. "Wir suchen derzeit einen Standort für ein weiteres Lager mit Ausstellung — am liebsten in Neuss."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Meine Firma: Gottschall & Sohn KG in Kapellen

(NGZ)