Grevenbroich: Die Innenstadt soll attraktiver werden

Grevenbroich : Die Innenstadt soll attraktiver werden

Hohe Parkgebühren, strenges Einzelhandelskonzept und Leerstände beschäftigen die Politiker.

Die Grevenbroicher Innenstadt ist schon heute ein beliebtes Ziel auch für Kunden aus dem Umland. Darauf darf sich die Stadt aber nicht ausruhen, denn die Konkurrenz aus den Nachbarstädten ist groß. Wie die Parteien und Gruppen die City künftig verbessern wollen.

CDU Die Modernisierung der Innenstadt und die Sanierung des Bahnhofsviertels gehört zu den zentralen Forderungen der CDU. Durch die Neukonzeption der Bahnstraße als "Einkaufsmeile mit Verweil-Charakter" soll eine Verbindung zwischen Fußgängerzone, Rheydter Straße und Bahnhofsviertel geschaffen werden. Die Förderung dieses Projekts durch das Innenstadt-Entwicklungskonzept stellt laut CDU "eine wichtige Etappe zur positiven Weiterentwicklung des Stadtzentrums dar".

SPD Um die Stärken Grevenbroichs deutlicher herauszustreichen, muss das Stadtmarketing nach Meinung der SPD verbessert werden. "Es ist ein wesentliches Element im Wettbewerb mit anderen Städten und Gemeinden im Umland", heißt es im Wahlprogramm. Ausschlaggebend sei es, die Vorteile der Stadt herauszustellen - Grevenbroich sei ein "Wirtschaftsstandort mit Lebensqualität", dies müsse deutlich werden.

UWG Die Unabhängigen treten für eine Lockerung des Einzelhandelskonzepts ein. Das Papier hemme die Entwicklung und schädige dauerhaft die Stadt. Die Verdoppelung der Parkgebühren wird von UWG scharf kritisiert, sie sei ein "fataler Fehler im Konkurrenzkampf mit Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf und dem Rheinparkcenter in Neuss" gewesen. Wichtig für die Wählergemeinschaft: Die Busverbindungen von den Stadtteilen in die City müssen verbessert werden.

FDP Die Liberalen bezeichnen das Einzelhandelskonzept für die Innenstadt als einen "falschen Protektionismus", den es aufzubrechen gelte. Es soll möglich werden, dass sich Gewerbetreibende auch in der Innenstadt niederlassen können. Die FDP fordert ein "zukunftsorientiertes und nachhaltiges Konzept" für das Zentrum. Dies könnte etwa den Fokus auf Gastronomie und Freizeit statt auf eine Beschränkung auf den Einzelhandel legen. Grevenbroich sei aus Sicht der Liberalen jedoch mehr als nur die City. Auch die Wirtschaft und die Nahversorgung in den Stadtteilen müssten gesichert werden.

Grüne Die Grünen treten für eine lebendige Innenstadt an. Es müsse ein Mix geschaffen werden, der sämtliche Kundenkreise anspricht. Der Grevenbroicher City fehle es vor allem an einem Bekleidungsgeschäft wie H&M, das eine Magnetfunktion für das Zentrum entwickeln könne. Zudem fordert die Öko-Partei, dass sich Wirtschaftsförderung Werbering mit den Leerständen in der Fußgängerzone und den Galerien auseinandersetzen. Nach dem Auszug von Geschäften müssten die Läden schnellstmöglich wieder besetzt werden.

(NGZ)
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