Die Grevenbroicher Hauptschule feiert kurz vor der Schließung ihr 50-jähriges Bestehen.

Jubiläum in Grevenbroich : Hauptschule feiert kurz vor der Schließung ihr 50-jähriges Bestehen

50 Jahre lang war die Katholische Hauptschule eine feste Größe in Grevenbroich. Am 6. Juli schließt sie für immer ihre Türen.

Die letzte Hauptschule in der Stadt schließt am 6. Juli ihre Türen für immer, die letzten rund 100 Zehntklässler werden dann entlassen. „Alle haben einen Ausbildungsplatz oder eine schulische Weiterbildung gefunden“, betont Schuleiter Heinz-Gerd Schmitz.

Doch zuvor gibt es am Freitag, 29. Juli, noch ein Jubiläum zu feiern. Die Katholische Hauptschule Grevenbroich (KHS) ist 50 Jahre alt. Mehr als 6000 Hauptschüler haben dort gelernt. Zum Jubiläumsfest ab 19 Uhr sind derzeitige und ehemalige Schüler und Lehrer eingeladen.

Den größten Teil des halben Jahrhunderts haben Schmitz sowie Heinz Peltzer als Lehrer miterlebt, sie sind seit 42 Jahren dabei. „Wir sind Urgesteine“, sagt Schmitz, der seit 2006 die Schule leitet. Angesichts deren baldigen Endes sei er natürlich „etwas traurig“. „Wir sind überzeugt, dass diese Schule auch weiter zukunftsfähig gewesen wäre, hätte die Politik nicht vor sechs Jahren entschieden, sie auslaufen zu lassen“, erklärt er. Die Entwicklung gehe zur Gesamtschule und zum Gymnasium, „aber wir haben Signale aus Politik und Wirtschaft, dass die Schließung bedauerlich ist, dass wir hier im Interesse der Kinder gut gearbeitet haben“.

Das Besondere der KHS sei der „Spirit, der Geist, das Miteinander an der Schule“ – und die „intensive Begleitung ins gesellschaftliche und berufliche Leben“. Schmitz nennt etwa die Praktikumsklasse, in der Jugendliche vier Tage in der Schule lernen und einen Tag in einen Betrieb gehen. Nicht zuletzt durch die enge Zusammenarbeit mit Firmen, Verbänden und gemeinnützigen Organisationen „war es möglich, die KHS als ein Markenzeichen der Stadt zu etablieren“, erklärt die 13-köpfige Lehrerschaft. Zudem hat die Schule laut Schmitz „auch Kinder aufgefangen, die sonst wenig Chancen gehabt hätten“, im Berufsleben Tritt zu fassen. Wenn die Schule nun „ihre Tore schließt, begleiten wir dies mit der Hoffnung, dass die Schüler der Stadt auch künftig ein vergleichbares Angebot geboten bekommen“, erklärt die Lehrerschaft.

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