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Grevenbroich: Dezernent weist CDU-Kritik zurück

Grevenbroich : Dezernent weist CDU-Kritik zurück

Claus Ropertz stellt sich vor die Mitarbeiter des städtischen Gebäude-Bereichs.

Die harsche Kritik der CDU am städtischen Gebäudemanagement habe ihn schon überrascht, gibt Dezernent Claus Ropertz zu. Doch die Aufregung der Unionspolitiker könne er nicht teilen. Seine Reaktion: "Wer Fragen hat, sollte sie stellen, um eine solide Grundlage zu erhalten. Das ist aber nicht geschehen."

Nach der Haushaltsklausur war CDU-Chef Norbert Gand mit dem Gebäudemanagement hart ins Gericht gegangen. Er warf Ropertz' Dezernat ein "katastrophales Management" vor, da die neuen Kapellener Schultoiletten auch ein Jahr nach der Lieferung noch nicht in Betrieb seien. Zudem mangele es dem Gebäude-Bereich an Transparenz, kritisierte Gand. Sein Beispiel: Im Etat-Entwurf für 2012 seien 1,2 Millionen Euro als Ausgaben für die "allgemeine bauliche Unterhaltung" aufgeführt worden – doch niemand könne nachvollziehen, wofür diese Summe gebraucht würde.

Das Urteil der Union habe nicht nur ihn, sondern auch seine Mitarbeiter getroffen, sagte Ropertz gestern gegenüber unserer Zeitung: "Es ist ernüchternd, wenn man unsere Arbeit so wenig wertschätzt." Er sei für Transparenz und hätte offene Fragen gerne im Rahmen der CDU-Klausur beantwortet. "Bisher war es Usus, dass die Dezernenten vor Ort waren", betonte Ropertz. Doch ihn habe niemand eingeladen.

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Die 1,2 Millionen Euro, über die die CDU rätselt, seien für die Unterhaltung von städtischen Gebäuden bestimmt, also für Reparaturen und Sanierungen. "Das sind zig Aufträge, die von der Kämmerei verständlicherweise nicht alle im Etat-Entwurf aufgeführt werden können. In einem Gespräch hätten wir das aber alles klären können", sagte Ropertz.

Keinen Vorwurf will er sich in Sachen Schul-Toiletten machen lassen: "Wir haben richtig gehandelt." Da Schimmelsporen in den Anlagen entdeckt wurden, habe die Stadt die Abnahme der WCs verweigert. Der daraufhin eingeschlagene Rechtsweg habe das Verfahren verzögert, dies bedauere er: "Aber das ist nicht darauf zurückzuführen, dass wir schlampig gearbeitet haben."

Fachbereichsleiter Dirk Schwarz begrüßte gestern "ausdrücklich das Interesse der Politik an unserer Arbeit", er stehe für Fragen jederzeit zur Verfügung. Ein wenig Sarkasmus klang da schon durch. . .

(wilp)