1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Der Stadtpark verändert sein Gesicht

Grevenbroich : Der Stadtpark verändert sein Gesicht

Der Förderverein hat jetzt mit Gärtner-Hilfe den dritten Bauabschnitt angepackt.

Erstaunlich, wie sich der Stadtpark verändert hat. Seitdem  Ehrenamtler sich im Herbst 2017 der grünen Lunge angenommen haben, hat sie ihr Gesicht deutlich verändert. Alles ist viel luftiger, durchsichtiger geworden. „Es läuft“, sagt Johannes Haas zufrieden. Er ist Vorsitzender des Fördervereins „Stadtpark“, der sich ein großes Ziel gesetzt hat. 2020 soll der Grünzug wieder so aussehen wie zur Landesgartenschau, die 1995 ein Millionen-Publikum nach Grevenbroich zog. Veränderungen sind bereits deutlich zu sehen, auch wenn Sturmtief „Eberhard“ laut Stadt jetzt für einige abgebrochene Äste gesorgt hat.

Gerade eben wurde der dritte von fünf Bauabschnitten in Angriff genommen. Die heimischen Landschaftsgärtner Alexander Fonken und Uwe Trippel haben wieder Männer und Maschinen kostenlos zur Verfügung gestellt. Zufrieden mit dem bisherigen Verlauf ist auch „Fernseh-Gärtner“ Bernd Franzen, der den Verein ehrenamtlich berät: „Das alles sieht schon sehr gut aus“, sagt der Gartenarchitekt.

Im Park hat deutlich sichtbar die Motorsäge regiert. Wuchtige Kirschlorbeersträucher wurden ebenso gekappt wie Äste von Bäumen, die Sichtachsen versperrten. Besonders gelungen ist das „Freischneiden“ rund um den großen Teich in der Nähe des Eingangs. Dort wurde eine mit Bänken ausgestattete Terrasse aus ihrem Dornröschen-Dasein befreit. „Sie ist endlich wieder gut zu sehen“, freut sich Haas, der damit rechnet, dass die bessere Sichtbarkeit künftig „dunkle Gestalten“ von diesem Ort fernhalten wird.

  • Motorsägen knatterten gestern im Stadtpark: Landschaftsgärtner
    Grüne Lunge in Grevenbroich wird neu gestaltet : Gärtner bringen Licht in den Stadtpark
  • Grevenbroich : Rentner bringen Park auf Vordermann
  • Jazz hinter dem Museum : Stadtpark-Förderer werben beim Picknick für ihre Arbeit

Rund um den Teich wurden  von Gärtnerhand Pflanzen, die feuchte Standorte lieben, in die Erde gebracht. Darunter das Pfennigskraut, die Sibirische Iris oder die Sumpfdotterblume, insgesamt 600 Exemplare. „Im Frühjahr wird es dort üppig blühen. Das ist ein Gewinn für diesen Teil des Stadtparks“, sagt Franzen. In unmittelbarer Nähe, auf einem Abschnitt mit kleinen Hügeln, wurde niedrig wachsender Farn gepflanzt, wo einst Kirschlorbeer wucherte.

Weniger ist mehr – das ist das Motto der Stadtpark-Gestaltung. „Wir achten darauf, dass die Pflege der Anlage künftig leichter und besser zu handhaben ist“, sagt Franzen. Wie die grüne Lunge künftig in Schuss gehalten werden soll, wollen die Akteure in einem Pflege-Konzept festlegen.

Der Förderverein finanziert die Aktion aus „eigener Tasche“. Er wirbt um Spenden und ehrenamtliche Hilfe und setzt auch die Mitgliedsbeiträge für den Kauf von Pflanzen ein. „Wir können noch Grevenbroicher gebrauchen, die unserem Verein beitreten“, wirbt Johannes Haas für die gute Sache. Anmeldeformulare gibt es unter www.stadtpark-grevenbroich.de.