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Grevenbroich: Der Internet-Experte

Grevenbroich : Der Internet-Experte

Jan Wosnitza betreibt "Brauchtum 2.0": Der 32-Jährige hat nicht nur die Homepage des Grevenbroicher Bürgerschützenvereins entwickelt. Jetzt präsentiert er den Traditions-Verein von 1849 auch über "Facebook".

Der Mann sieht nicht aus wie der "klassische" Brauchtumsfreund: Die langen Haare zum Zopf gebunden, silberne Ringe in den Ohren, ein Spitzbärtchen ragt an das Kinn. Jan Wosnitza erweckt eher den Anschein eines knallharten Death-Metal-Fans – was er übrigens auch ist. Nichtsdestotrotz: Der 32-Jährige gehört zu den Aktivposten des Grevenbroicher Bürgerschützenvereins. Und er hat dafür gesorgt, dass die traditionsreiche Gemeinschaft schon recht früh mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten war.

Jetzt hat der gebürtige Grevenbroicher zum zweiten Schlag ausgeholt: Die Bürgerschützen von 1849 sind nun auch im sozialen Netzwerk "Facebook" vertreten: "Ich denke, dass es dafür an der Zeit war. Es ist wichtig, dass wir möglichst viele Außenstehende über unsere Aktivitäten informieren", meint der Mediengestalter. Erste Erfolge kann er bereits vermelden.

Jan Wosnitza hat Schützenblut in den Adern, sein Vater Manfred marschiert in den Reihen des Jägerzuges "Graf Kessel" und agiert mittlerweile als Kassierer des Gesamtvereins. Klar, dass er seinen Sohn schon in jungen Jahren in den Reihen des BSV anmeldete. "Ich habe die gesamte Laufbahn durchgemacht – von den Edelknaben über die Gründung meines Jägerzuges ,St. Bernardus' bis zum Einzug in den Vorstand", erzählt er.

Seit einigen Jahren ist Wosnitza offizieller Internet-Beauftragter des Vereins. Er hält die Homepage auf einem hochaktuellen Stand und sorgt dafür, dass sich auch ältere Semester ohne große Computererfahrung durch die Seiten klicken können. "Mit ,Facebook' hatte ich bislang jedoch nichts am Hut – das interessiert mich eigentlich nicht", gibt der 32-Jährige zu.

Das änderte sich, als Jan Wosnitza ein Rock-Konzert mit Death-Metal-Bands im Jugendcafé Kultus organisierte: "Wir haben keine Promotion gemacht, die Bands hatten für das Festival lediglich im sozialen Netzwerk geworben – und die Bude war trotzdem voll", erinnert er sich. Für den Grevenbroicher stand fest: "Das ist die richtige Plattform für den BSV."

Bei "Facebook" informiert Jan Wosnitza nun über Grevenbroich und seine Schützen, über Marschmusik und den Großen Zapfenstreich. "Obwohl wir noch recht neu am Start sind, gab es schon viele Besucher, die unseren Auftritt gut fanden", erklärt Wosnitza. Was ihn freut: "Es gab einen Aufruf unter dem Motto: ,Kirmessamstag: Treffen an der Theke'. Nicht weniger als 165 Leute haben ihre Teilnahme fest zugesagt."

Trotz seiner Aktivitäten in Sachen "Brauchtum 2.0": Jan Wosnitza bleibt Metal-Fan. Zurzeit organisiert er das zweite "Langwacken" – ein Treffen für Musikfreunde aus der Szene, das vom 1. bis zum 3. Juli in Langwaden über die Bühne geht.

(NGZ)