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Grevenbroich: Der Baum als Denkmal

Grevenbroich : Der Baum als Denkmal

Nicht nur historische Gebäude stehen unter Denkmalschutz, in Grevenbroich genießen auch zwölf Naturdenkmäler besonderen Schutz – etwa besondere, die Landschaft prägende Bäume. Die NGZ stellt einige von ihnen vor.

Wer von Noithausen nach Hemmerden fährt, dürfte sich wohl selten bewusst sein, dass er am Ortseingang mitten durch ein Denkmal fährt. Die Lindenallee an der Kreisstraße 40 ist Teil eines Naturdenkmals, die Baumreihe markiert den Verlauf der früheren Reichstraße 1 und späteren B 1. Insgesamt zwölf Naturdenkmäler genießen im Grevenbroicher Stadtgebiet besonderen Schutz – "beispielsweise wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit", erläutert Volker Große (51), Landschaftsarchitekt im Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung beim Rhein-Kreis Neuss. Auch aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen würden Bäume geschützt. "Unser Ziel ist, die geschützten Bäume so lange wie möglich zu erhalten", sagt Große.

Zwei Mal im Jahr inspiziert ein Gutachter die Bäume, die Pflege übernimmt der Kreis. Die Bandbreite ist groß: Unter Schutz steht etwa ein Walnussbaum am Kloster Langwaden. Aber auch die Motte an der Erft in Wevelinghoven – der Erdwall einer mittelalterlichen Befestigungsanlage – ist samt drei Linden ein Naturdenkmal.

(NGZ)