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Der aus Ägypten geflüchtete Amr Keshk ist von Varius übernommen worden.

Varius vergibt Festanstellung : Flüchtling aus Ägypten baut sich in Grevenbroich ein neues Leben auf

Amr Keshk kam vor zwei Jahren als politischer Flüchtling aus Ägypten nach Deutschland. Im Sommer 2017 wohnte er noch in einer Asylbewerberunterkunft in Frimmersdorf. „Mein Leben hat sich in den vergangenen beiden Jahren total verändert“, sagt der 24-Jährige.

Mittlerweile spricht Keshk fast fließend Deutsch und lebt zusammen mit seiner Frau, die er in Grevenbroich kennengelernt hat, in einer eigenen Wohnung. Die beiden sind außerdem seit neun Monaten die Eltern von Tochter Ottilie. Neben dem privaten Glück läuft es auch beruflich gut für Keshk. Die Varius-Werkstätten boten ihm jetzt eine Festanstellung an.

Über ein Praktikum, vermittelt von der Arbeitsagentur, gelangte Amr Keshk vor zwei Jahren zu Varius. Weil er seine Sache gut machte, wurde dem jungen Mann ein Ausbildungsplatz als Sozialassistent in Aussicht gestellt. Keshk nahm das Angebot an und bestand den dafür erforderlichen Sprachtest. „Damit durfte ich in Deutschland bleiben, solange die Ausbildung läuft – und danach weitere sechs Monate, um einen Job zu finden“, erzählt er.

Die Ausbildung hat Amr Keshk mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Varius bot ihm daraufhin einen unbefristeten Vertrag als Sozialassistent im heilpädagogischen Arbeitsbereich der Werkstatt an. „Ich freue mich sehr, dass ich übernommen worden bin“, sagt Keshk stolz. „Ich habe mir auch gewünscht, in den heilpädagogischen Arbeitsbereich zu gehen, denn ich mag es einfach, Menschen zu helfen“, fügt der junge Ägypter hinzu.

 Die Geburt seiner Tochter Ottilie ist ein Grund dafür, dass die Ausländerbehörde Amr Keshks Aufenthalt in Deutschland für drei Jahre verlängert hat. Da er jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag von Varius erhalten hat, kann Amr Keshk nach diesen drei Jahren einen unbefristeten Aufenthalt beantragen.

Beruflich möchte sich der Ägypter demnächst noch weiterbilden, um in Zukunft vielleicht einmal Gruppenleiter zu werden. „Am liebsten in den Werkstätten“, verrät er. Amr Keshk hat seinen Kollegen in Hemmerden viel zu verdanken. „Es hat sich ein sehr großes Vertrauensverhältnis entwickelt – ich bin vielen Menschen hier sehr dankbar“, sagt der 24-Jährige.