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Grevenbroich: Demografiebericht wird sich um Monate verzögern

Grevenbroich : Demografiebericht wird sich um Monate verzögern

Im aktuellen Haushalt wurden 30 000 Euro für einen Demografiebericht eingeplant. Doch das Geld kann in diesem Jahr nicht mehr ausgegeben werden. Denn das Projekt wird sich um Monate verzögern, erklärte Dezernent Claus Ropertz jetzt vor den Mitgliedern des Sozialausschusses.

Wie wird Grevenbroich in fünf oder zehn Jahren aussehen? Wo gibt es welche Schulen und Kindergärten, wo liegen die Siedlungsschwerpunkte, wo erledigen die Grevenbroicher ihre Einkäufe, wo siedeln sich Unternehmen an und wo fließen die Hauptverkehrsströme? Antworten auf diese Fragen erhoffen sich Politik und Verwaltung von einem Demografiebericht.

"Wir haben Daten vorliegen, die bis zur Kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 zurückreichen", erklärte Claus Ropertz im Ausschuss. Dieses Zahlenmaterial müsse jedoch noch aufwendig von der ITK Rheinland – dem IT-Dienstleister für Kommunalverwaltungen – auf die einzelnen Ortslagen heruntergebrochen werden. "Das wird zu einer Zeitverzögerung von etwa drei Monaten führen", meint der Dezernent. Er geht davon aus, dass der Stadt Düsseldorf – deren Amt für Statistik und Wahlen erstellt den Bericht für Grevenbroich – die Daten nicht vor dem Jahresende übermittelt werden können.

Vor diesem Hintergrund zeigte sich Edgar Uebber (CDU) skeptisch, ob die 30 000 Euro für den Bericht überhaupt noch in den nächsten Stadt-Etat fließen dürfen. "Schließlich müssen wir für 2012 mit einem Riesen-Defizit rechnen", meinte er mit Blick auf das von der Bürgermeisterin prognostizierte Haushaltsloch von 40 Millionen Euro: "Nicht, dass wir da Probleme bekommen." Ropertz sieht jedoch kein Ungemach auf die Stadt zukommen: "Der Vertrag mit Düsseldorf wird noch in diesem Jahr unterschrieben. Damit gehen wir eine Verpflichtung für das nächste Jahr ein", so der Dezernent. Das Geld müsse dann fließen.

In einem ersten Schritt des Demografieberichts soll die Bevölkerungsentwicklung aufgezeigt und bis 2012 prognostiziert werden. In einem zweiten Teil folgen demografische, geografische und statistische Merkmale. Der dritte Teil des Berichts soll analysieren, welche Angebote unverzichtbar sind und wo wirtschaftliche Schwerpunkte gesetzt werden können.

(NGZ)