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Grevenbroich: Das sind gefährliche Stellen für Autofahrer

Grevenbroich : Das sind gefährliche Stellen für Autofahrer

Glück gehabt, gerade noch rechtzeitig vor dem schnell nahenden Verkehr schafft es der Wagen über die Straße. Brenzlige Situationen sind häufig an der Einmündung der Straße Zur Wassermühle in die Energiestraße (L 375). Elf Unfälle hat die Polizei 2011 registriert. Drei Menschen wurden schwer, einer leicht verletzt "Das ist eine Stelle im Grevenbroicher Straßennetz, die uns seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet", erklärt Bernhard Wöltgen, Leiter der Polizeiwache Grevenbroich.

Die Einmündung ist eine der Unfallhäufungsstellen, mit denen sich die Unfallkommission beschäftigt. In dem Gremium suchen Vertreter von Stadt, Polizei und der Straßenbehörden nach Lösungen für Brennpunkte. Mit 13 Unfallhäufungsstellen liegt die Schlossstadt weit an der Spitze der Kreiskommunen. "Grevenbroich ist die flächenmäßig größte Stadt und weist wichtige Ost-West-Verbindungen auf", nennt Wöltgen zwei Gründe.

Auf der Straße am Hammerwerk (o.) und an der Einmündung der Straße Zur Wassermühle in die Energiestraße gibt's immer wieder Unfälle. Foto: jaz/MR

An der Einmündung Zur Wassermühle/Energiestraße sollten Autofahrer beim Abbiegen besonders aufpassen. "Viele, die von Gustorf kommen, unterschätzen das Tempo des Verkehrs auf der Energiestraße", erläutert Bernhard Wöltgen. Eine Lösung ist in Sicht: "Der Landesbetrieb Straßen NRW will eine Ampelanlage errichten." Als voraussichtlichen Baubeginn, nennt Straßen NRW Frühjahr 2013, wenn Landesmittel bereitstehen.

Auch im Norden der Stadt ist Vorsicht nötig: An der Kreuzung der Landstraße 361, der A46-Zufahrt und der Straße Auf den hundert Morgen bei Kapellen wurden 2011 acht Menschen verletzt, fünf davon schwer. Zahlen für 2012 sind noch nicht für die einzelnen Unfallstellen ausgewertet. "Eine häufige Unfallursache sind Rotlichtverstöße, mit Markierungen soll noch deutlicher auf die Kreuzung hingewiesen werden", erläutert Bernhard Wöltgen.

Quietschende Bremsen und schepperndes Blech sind häufig auch Am Hammerwerk in Elsen zu hören — auf der Straße sind täglich bis zu 11 000 Autos unterwegs. Bei acht schwereren Unfällen im Jahr 2011 wurden zwei Menschen leicht verletzt. "Das Problem sind die vielen Geschäfts- und Grundstückseinfahrten. Abhilfe kann nur ein Ausbau der Straße schaffen", sagt Wöltgen. Planungen dafür gibt es bereits seit Jahren. Ziel der Stadt ist es, in 2015 die Situation zu verbessern. Die Fahrbahn soll auf fünf Meter verbreitert und ein Radweg geschaffen werden.

Ein weiterer Unfallhäufungspunkt liegt wenige Meter weiter an der Kreuzung Am Hammerwerk/Rheydter Straße, dort krachte es häufig beim Abbiegen zum Gewerbegebiet. "Nachdem die Ampelschaltung verändert wurde, ist die Zahl der Unfälle aber stark gesunken", so Bernhard Wöltgen.

Dafür befasst sich die Unfallkommission bei der Stadt mit zwei neuen Problemstellen: An den Einmündungen der Hans-Sachs- und Blumenstraße in die vor wenigen Jahren erneuerte Richard-Wagner-Straße kam es wiederholt zu Unfällen zwischen Autos und Radlern. "Viele Autofahrer rechnen nicht mit Radfahrern, die auf dem dem Radweg zügig von rechts kommen", so Wöltgen. Zusätzliche Hinweisschilder und Markierungen sollen dort mehr auf den Radverkehr aufmerksam machen.

(NGZ/ac)