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Grevenbroich: Das kostet das Eigenheim

Grevenbroich : Das kostet das Eigenheim

Die Innen- und Südstadt sowie Wevelinghoven sind auf dem Immobilienmarkt besonders gefragt, Frimmersdorf und Neurath weniger. Das Magazin Capital stuft die Wohnlagen mit einem Immobilien-Kompass im Internet ein.

Wer in Frimmersdorf ein Haus verkaufen möchte, hat es nicht leicht. Der Stadtteil ist bei Immobiliensuchenden alles andere als begehrt. Immobilienmakler Stefan Ophoven sieht nicht nur die Nähe zu den Kraftwerken als Grund. "Es liegt sicher auch an einer mangelnden Infrastruktur in der Nah-Versorgung", meint der 44-Jährige. Ähnliches gilt für Neurath. Beide Stadtteile haben Eines gemein: Auf einer vom Wirtschaftsmagazin Capital im Internet veröffentlichten Karte über die besten Wohnlagen in Grevenbroich schneiden sie schlecht ab.

Beliebt zum Wohnen: das Areal rund um die Stadtparkinsel mit Bücherei, Foto: M. Reuter

Auf der Karte sind die Wohnlagen in vier Kategorien unterteilt: Top-Wohnlage, gute Wohnlage, mittel und einfache Wohnlage. Lediglich Barrenstein gehört hier noch zur Kategorie von Frimmersdorf und Neurath: Auch dieser Stadtteil wird komplett als einfache Wohnlage geführt. In allen anderen Stadtteilen gibt es zumindest als "mittel" eingestufte Gegenden. Gut schneiden Innen- und Südstadt sowie Wevelinghoven ab. Auch Stefan Ophoven bestätigt dies: "Vor allem Wevelinghoven ist auf dem Immobilienmarkt gefragt." Allerdings würden zum Beispiel auch Orken, Laach, Elsen und Noithausen gut beim Kunden ankommen. In diesen Orten wird die Wohnlage von Capital als mittel bis gut eingestuft.

Keine Traumlage: Neurath und Frimmersdorf nehmen in Immobilien-Ranking für Grevenbroich die hinteren Plätze ein. Foto: M. Reuter

Das Magazin nennt dabei auch die Preise fürs Eigenheim. Hierzu wurden 2009 durchschnittliche Preis- und Mietspannen ermittelt, die für die jeweilige Lage in Sachen Wohnfläche, Ausstattung oder Grundstücksgröße typisch sind. Die Preise gelten als auch heute, zwei Jahre später, noch verlässlich — wobei je nach Immobilie Abweichungen möglich sind. Demnach kosten Einfamilienhäuser in den Top-Wohnlagen Grevenbroichs zwischen 250 000 und 550 000 Euro, in guten Wohnlagen 230 000 bis 370 000 Euro, in mittleren 190 000 bis 330 000 Euro und in den einfachen Wohnlagen 170 000 bis 290 000 Euro.

"Einfache Wohnlage": So sehen Immobilienexperten Barrenstein. Foto: M. Reuter

Bei Eigentumswohnungen wurden pro Quadratmeter folgende Preise ermittelt: 1500 bis 2300 Euro (Kategorie: Top-Wohnlage), 1200 bis 2000 (gut), 850 bis 1600 (mittel) und 750 bis 1450 (einfach). Mieten werden mit 6,50 bis 8,50 Euro pro Quadratmeter (Top-Wohnlage), sechs bis 7,50 Euro (gut), 5,50 bis 6,50 Euro (mittel) und fünf bis sechs Euro (einfach) angegeben.

Grevenbroich gilt trotz Kraftwerken und Industrie als eine eher ländliche, von Grün und Feldern geprägte Kommune. Der Kontrast zwischen der Energiewirtschaft im Süden der Stadt, wo sich überwiegend einfache bis mittlere Wohnlagen finden, und einer Vielzahl von Grünflächen, Parks und Freizeitanlagen im Stadtkern spiegelt sich allerdings auch in den Preisen fürs Eigenheim.

(NGZ)