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Grevenbroich: Dänen zieht es nach Grevenbroich

Grevenbroich : Dänen zieht es nach Grevenbroich

Grevenbroich ist Dänen-Hochburg: Rund 2000 bis 3000 Touristen aus dem skandinavischen Land übernachten im Montanushof, um von hier das Rheinland zu erkunden. Klar, dass sie auch in der Stadt einkaufen und sich natürlich freuen, wenn sie in ihrer Landessprache angesprochen werden.

Grevenbroich steht im nördlichen Nachbarland Dänemark hoch im Kurs: 2000 bis 3000 Dänen machen jährlich in der Schlossstadt Station. "Jedes Jahr rollen bei uns 50 Busse aus Dänemark vor, am Donnerstagabend kommt die nächste Gruppe an ", erklärt Andrea Dippner, Geschäftsführerin des Hotels Montanushof.

Eine ungewöhnliche "Liebesbeziehung" ist da zwischen dem skandinavischen Land und Grevenbroich entstanden — und sie hält bereits lange: "Seit etwa 15 Jahren übernachten Dänen bei uns", so Dippner. "Wir hatten in Skandinavien Werbung für unser Hotel gemacht. Grevenbroich liegt ideal für Drei- bis Fünf-Tagestouren. Von hier aus starten die Touristen zu Ausflügen etwa nach Düsseldorf und Köln, aber auch nach Roermond und Venlo." Das Reiseziel Grevenbroich "verbreitete sich rasch durch Mund-zu-Mund-Propaganda, Dänemark ist ja ein kleines Land." Dippner schätzt die Gäste sehr: "Sie sind super-freundlich und nicht gestresst."

Grevenbroich ist für die Besucher keineswegs nur Schlafstätte: "Viele Gäste aus Dänemark sind wild darauf, den Tagebau zu besichtigen, sagen mir: ,Wir wollen die Löcher sehen'", berichtet Ilona Hoppe. Die Kapellenerin hat viele dänische Freunde, "mit Brieffreundschaften fing es an. Ich habe auch eine Zeit lang in Dänemark gelebt", erzählt sie. Hoppe studierte die Sprache, heute erteilt sie Sprachunterricht und übersetzt ins Dänische.

Nicht nur die Bagger, auch Schloss Hülchrath und Kloster Langwaden sind Ziele in der Stadt. Grevenbroicher haben zudem gute Chancen, dänische Touristen auch in der City zu treffen "Die Besucher nutzen die Reise gern, um hier einzukaufen. Kinderkleidung und Lebensmittel sind begehrt, die sind hier preiswerter als in ihrer Heimat", weiß Hotel-Geschäftsführerin Andrea Dippner. Rund sechs Prozent sämtlicher Zimmerübernachtungen machen Skandinavier aus — die meisten davon kommen aus dem Land mit der bekannten Kleinen Meerjungfrau.

Der Zustrom beschert der Stadt natürlich auch einiges an Kaufkraft: "Oft gehen die Besucher in Grevenbroicher Restaurants essen. Am Tag lässt jeder 30 Euro und mehr hier", so Dippner, die zudem verrät: "Die dänischen Touristen freuen sich, wenn sie in ihrer Landessprache angesprochen werden."

Angesichts so vieler Touristen aus dem Norden können einige Dänisch-Kenntnisse also nicht schaden, um Gastfreundschaft zu zeigen und den Besuchern den Weg zu weisen. Ilona Hoppe hat für die NGZ einige Sätze, die bei der ersten Verständigung weiterhelfen, ins Dänische übersetzt.

Hier geht es zur Infostrecke: Kleiner Dänisch-Kursus für Grevenbroicher

(NGZ/rl/url/jco)