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Coronavirus: Verdachtsfall in Grevenbroich - Kita Spatzennest bleibt geschlossen

Mehrere begründete Verdachtsfälle im Rhein-Kreis Neuss : Coronavirus-Verdacht - Kindertagesstätte bleibt geschlossen

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es aktuell mehrere begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus. Bei keiner der Personen zeigen sich bislang Krankheitssymptome. Infektionen mit dem Coronavirus sind im Kreisgebiet weiter keine bekannt.

Wegen des Verdachts, dass sich eine Familie mit dem Coronavirus infiziert haben könnte, bleibt die städtische Kindertagesstätte "Spatzennest" in Hülchrath bis zum 9. März geschlossen. Das hat die Stadt auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes angeordnet.

Wie die Verwaltung mitteilt, ist die vierköpfige Familie symptomfrei und befindet sich zu Hause. Den übrigen Eltern wird empfohlen, die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung und Verbreitung zu beachten. „Wir werden noch am Samstagabend alle betroffenen Mütter und Väter per E-Mail informieren, dass die Kita geschlossen bleibt und dass im Augenblick kein Grund zur Besorgnis besteht“, sagt Ordnungsdezernent Claus Ropertz.

Die Stadt hatte am Samstag den Hinweis auf einen Verdachtsfall vom Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss erhalten. „Die Familie war am Rosenmontag bei einer Feier in Kontakt zu einer infizierten Person aus dem Kreis Heinsberg gekommen“, sagt Kreis-Sprecher Benjamin Josephs. Symptome, die auf eine Corona-Infektion hinweisen würden, gebe es aktuell nicht.

„Aus Gründen der Vorsicht“ habe das Gesundheitsamt nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts gehandelt, und die Familie unter häusliche Quarantäne gestellt – „und zwar bis zum 9. März, das wären dann 14 Tage nach dem Kontakt zu der infizierten Person“, sagt Josephs.

Ein Kind der Hülchrather Familie besucht das Norbert-Gymnasium in Knechtsteden. Die Klasse des Kindes und die Lehrer, die dort seit Rosenmontag unterrichtet haben, wurden durch die Schulleitung ebenfalls bis zum 9. März vom Unterricht befreit. „Die betroffenen Schüler und die Kinder der Kita ,Spatzennest‘ sollen möglichst zu Hause bleiben und Kontakt zu weiteren Personen meiden“, sagt Josephs. Die Familie werde durch das Kreis-Gesundheitsamt täglich zum Auftreten von Symptomen befragt. Ein Test, ob eine Infizierung mit dem Coronavirus erfolgt ist, sei durchgeführt worden, sagt Josephs. Ein Ergebnis liege noch nicht vor.

Aktuell gibt es drei weitere Verdachtsfälle in Grevenbroich, Korschenbroich und Neuss. Laut Rhein-Kreis handelt es sich dabei um Personen, die in Kontakt mit einem Corona-infizierten Arzt in den Mönchengladbacher Maria-Hilf-Kliniken standen. In Grevenboich rückte am Samstagabend der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) zu dem Betroffenen aus, um ihn für 14 Tage unter häusliche Quarantäne zu stellen. Der OSD trug bei diesem Einsatz die Ganzkörperanzüge der Feuerwehr.

Wie Benjamin Josephs berichtet, sei darüber hinaus eine vierköpfige Familie aus Meerbusch durch den Kreis Wesel bis zum 10. März unter Quarantäne gestellt worden. „Alle Personen werden täglich zum Auftreten von Symptomen befragt“, betont Josephs.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter 02181 6017777 eine auch am Wochenende besetzte Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr zu erreichen.