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Corona in Grevenbroich: Verdopplung der Infektions-Zahlen

Pandemie in Grevenbroich : Verdopplung der Corona-Zahlen

Das Ordnungsamt will schärfer kontrollieren, ob sich alle an die Auflagen halten. Die städtischen Ordnungshüter wollen die Parks, aber auch Läden und Restaurant genau inspizieren.

Das Rathaus schlägt Alarm: In der vergangenen Woche haben sich die Zahlen der Corona-Infizierten und der Menschen in Quarantäne in Grevenbroich verdoppelt, heißt es in einer städtischen Mitteilung.

Derzeit sind in der Stadt Grevenbroich 31 Personen am Virus erkrankt, insgesamt 58 Personen befinden sich in Quarantäne. Seit dem Frühjahr haben sich 181 Grevenbroicher infiziert. 150 sind genesen, vier Personen starben. In behördlich angeordneter Quarantäne befanden sich bislang 1158 Personen.

Damit es nicht zu einem weiteren Anstieg der Zahlen kommt, will die Stadt nun hart durchgreifen. Das Ordnungsamt appelliert an alle, sich an die Regeln zum Schutz gegen das Virus zu halten. Das Ordnungsamt werde die Kontrollen von Mindestabständen und dem Tagen des Mund-Nase-Schutzes verstärken, heißt es. Dabei sind einerseits die Parks – andererseits  die Läden und Restaurant im Blick der städtischen Ordnungshüter. Zudem mahnen sie an, die Nies-Etikette einzuhalten und sich regelmäßig die Hände zu waschen.

„Derzeit sehen wir einen weltweiten Anstieg der Infektionszahlen“, ordnet  Geert Buß den örtlichen Anstieg der Coronawerte ein. Buß ist medizinischer Leiter des Grevenbroicher Corona-Testzentrums. Momentan verärgere die komplexer werdende Bürokratie die Ärzte. Ob es sich um Kassen- oder Privatpatienten handelt, sie aus Risikoländern zurückkommen, Erzieher oder Lehrer sind, einem Alarm der Corona-App folgen – jede dieser Einzelfälle müsse in den Unterlagen jeweils gesondert verschlüsselt werden. Dabei gehe es nicht um die Infektionsstatistik: „Das hat allein Abrechnungsgründe.“

Mit dem Schulbeginn in der kommenden Woche steige die Wahrscheinlichkeit weiterer Infektionen. „Wir haben gesehen, dass sich das Virus überall da ausbreitet, wo viele Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg eng beieinander sind“, sagt   Geert Buß. Er appelliert an die Grevenbroicher, den Mund-Nase-Schutz konsequent zu tragen. Das werde auch helfen, die Infektionszahlen im kommenden Herbst niedrig zu halten – die für Corona und für den normalen Schnupfen.