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Corona in Grevenbroich: Kita am Kerbelweg bleibt weiter geschlossen

Corona-Ausbruch in Grevenbroich : Kita am Kerbelweg bleibt weiter geschlossen

31 Kinder und acht Erzieher aus der Kita am Rande des Neubaugebiets Kapellen sind infiziert. Wann die Einrichtung wieder öffnen soll und wie die Stadt Pool-Tests für alle Kitas vorbereitet.

Schlechte Nachrichten für viele Eltern: Die Kita am Kerbelweg in Kapellen wird nach einem Corona-Ausbruch nicht schon diesen Mittwoch, sondern voraussichtlich erst nächste Woche wieder öffnen. Wie Kreis-Sprecher Benjamin Josephs auf Anfrage erklärte, sei man in Abstimmung mit der Einrichtungsleitung zur Eindämmung des Ausbruchsgeschehens darin übereingekommen, die Kita noch bis zum Ende dieser Woche geschlossen zu halten.

 Eine Mutter begleitet ihr Kind in eine Kindertagesstätte.
Eine Mutter begleitet ihr Kind in eine Kindertagesstätte. Foto: dpa/Annette Riedl

Mitte vergangener Woche waren etliche Kinder und auch Erzieher positiv auf das Coronavirus getestet worden. Inzwischen liegen entsprechende PCR-Testergebnisse vor. Laut Kreis-Sprecher Josephs ist das Ergebnis bei 31 Kindern positiv ausgefallen. Darüber hinaus wurden Viren bei acht Erziehern nachgewiesen. Die Kinder können sich nach fünf Tagen „freitesten“ lassen, Erzieher nach sieben.

Die Einrichtung in Kapellen ist nach Auskunft des Kreises zurzeit die einzige in Grevenbroich, die wegen eines Corona-Ausbruchs geschlossen ist. Dadurch, dass positive Schnelltests direkt beim Gesundheitsamt gemeldet wurden, dürfte ein noch größerer Ausbruch verhindert worden sein. Eine Koordinatorin des Kita-Trägers, des evangelischen Vereins für Jugend- und Familienhilfe, hatte vergangene Woche erklärt, dass die Eltern vom Kita-Personal mit Schnelltests für Zuhause versorgt worden seien. Ob es bei solchen Test-Lösungen bleibt, ist fraglich, denn die Stadt bereitet sogenannte Pool-Tests vor, wie Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen am Dienstag bestätigte.

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Dabei handelt es sich um PCR-Tests, die gebündelt ins Labor geschickt und zusammen ausgewertet werden. Fällt das Ergebnis positiv aus, muss ermittelt werden, welche getestete Person infiziert ist. Vielerorts hat es wegen der anschließenden individuellen PCR-Tests in den vergangenen Tagen Chaos gegeben. Ein Problem: Die Kommunen müssen ein Labor finden, das dazu in der Lage ist, große Mengen an Tests zügig auszuwerten.

Aus dem Rathaus heißt es zu den Vorbereitungen in Sachen Pool-Tests: „Aktuell läuft die Angebotsabfrage bei Laboren. Sobald diese abgeschlossen ist, werden die Aufträge erteilt und mit den Einrichtungen der Stadt und der freien Träger die Vorkehrungen geschaffen, auch unser Testsystem im Laufe des Februars umzustellen.“ Sprecher Lukas Maaßen: „Wir gehen davon aus, alle Eltern zeitnah mit einem Elternbrief über das geplante Vorgehen informieren zu können.“