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Grevenbroich: City-Konzept: Warten auf NRW-Fördergelder

Grevenbroich : City-Konzept: Warten auf NRW-Fördergelder

Im Herbst entscheidet die Landesregierung, ob Grevenbroich Geld für die City-Entwicklung erhält. Das Konzept musste abgespeckt werden.

Laut Kalender beginnt der Herbst in diesem Jahr am 22. September. Für die Stadt Grevenbroich ein spannendes Datum. Denn sie kann auf einen goldenen Herbst hoffen, wenn sie für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Fördermittel vom Land erhält. "Die ausgeweitete Bewerbung der Stadt Grevenbroich liegt vor", bestätigt Angela Garreis, Sprecherin des NRW-Ministeriums für Bauen, gegenüber der NGZ. Mit einer Entscheidung sei aber erst im Herbst zu rechnen. Wichtig für Grevenbroich: "Eine Änderung des Volumens hat keinen Einfluss auf die Förderung", so Garreis.

Foto: Stellwerk Initiative

Rund um das ISEK hat es zwischen der Stadtverwaltung, der Landesregierung und dem Rhein-Kreis Neuss als Finanzaufsicht ein monatelanges Ringen gegeben. Die Stadtverwaltung hatte bereits 2011 eine erste Bewerbung beim Land eingereicht; landete auf einem Nachrück-Platz. Nach dem Besuch einer Delegation der Landesregierung wurde deutlich: Das Konzept muss erweitert werden, wenn die Schlossstadt Fördergeld will. In der Stadtverwaltung wurden die Pläne eine Nummer größer formuliert: So wurden etwa die Umgestaltung des "Platzes der Republik" oder die Sanierung des maroden Tunnels an der Zedernstraße aufgenommen. Die Fläche des gesamten Konzeptes wurde vom Bahnhofskarree bis zum Alten Schloss erweitert.

Doch diese Ausdehnung funktionierte nur so lange, bis Landrat Hans-Jürgen Petrauschke als Finanzaufsicht einen Blick auf den Eigenanteil — rund 850 00 Euro plus 10 000 Euro pro Jahr — warf. Seine Einschätzung: "Das kann sich Grevenbroich nicht leisten. Die Tunnelsanierung und die Neugestaltung des ,Platzes der Republik' sind zu teuer." Mit Blick auf den Parkplatz ist Petrauschke überzeugt: "Da wird viel Geld investiert ohne einen Nutzen." Selbst wenn der Platz bewirtschaftet werde, müssten die Ausgaben erst wieder erwirtschaftet werden. "Nicht jede Bewirtschaftung rechnet sich zudem", so der Landrat.

Stadtsprecher Andreas Sterken bestätigt, dass die Verwaltung das ISEK nochmals abgespeckt hat: "Auch wenn keine endgültige Entscheidung getroffen worden ist, gibt es positive Signale."

Auf einen positiven Entscheid aus Düsseldorf hofft auch Fred Leven, Sprecher des Vereins Stellwerk-Initiative und der Händler im Bahnhofskarree: "Das ISEK ist für die Entwicklung des gesamten Viertels enorm wichtig." Leven erinnert an die Vorschläge, die in Workshops gemeinsam mit den Anwohnern gesammelt wurden. "Wir haben einige Punkte festgelegt, befinden uns in Abstimmungsgesprächen mit der Stadtverwaltung."

(NGZ)