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Grevenbroich: City-Frühling kurbelt Einzelhandel an

Grevenbroich : City-Frühling kurbelt Einzelhandel an

Trotz vieler Leerstände zog es Tausende Besucher am Wochenende in die Innenstadt. Viele Geschäftsleute lockten mit Angeboten. Vereine sorgten am Rande für ein buntes Programm: Auf der Bahnstraße boxten Kampfsportler im Ring.

Gut gefüllt, aber nicht zu überladen: So zeigte sich die Grevenbroicher Innenstadt zum City-Frühling am Wochenende. Der verlängerte Samstag und der verkaufsoffene Sonntag dürften den Einzelhandel in der Fußgängerzone angekurbelt haben. Einige Geschäftsleute lockten Kunden mit Sonderangeboten und nutzten die gut besuchte Stadt, um in Zeiten des Online-Handels auf die Qualitäten des stationären Geschäfts aufmerksam zu machen. Eines wurde aber deutlich: Die Innenstadt hat durch die zahlreichen Leerstände deutlich an Attraktivität eingebüßt. "Auffangen" konnten das zumindest am Wochenende die Einzelhändler, die Stände vor ihren Geschäften einrichteten sowie eine ganze Reihe auswärtiger Aussteller, von denen die meisten allerdings das übliche Fast Food anboten.

An den Enden der Verkaufsstraßen zeigte sich das Angebot etwas bunter: Zahlreiche Vereine - darunter auch Kulturvereine, die ausländische Spezialitäten anboten - zogen dort die Aufmerksamkeit auf sich. Zu nennen sind auch die Boxer des Kampfsportzentrums Grevenbroich, die ihren "Ring" auf die Bahnstraße verlegten. "Wir zeigen hier Kickboxen, Thaiboxen und normales Boxen", sagte Kinder- und Jugendtrainer Christian Neffgen. Die Kampfsportler zählen derzeit etwa 300 Mitglieder ab sieben Jahren, auch Frauen lernen in einer Gruppe das Boxen. "Für uns ist der City-Frühling die Gelegenheit, weitere Mitglieder zu gewinnen", sagte Neffgen. Ein ähnliches Ziel verfolgten die Baseball-Spieler der "Kapellen Turtles", die sich auf dem Synagogenplatz präsentierten und bei denen sich viele im Treffen des Balls mit entsprechendem Schläger übten. Etwas entspannter ging es am Stand von Laura Becker zu: Die Neuratherin zeigte Kindern in ihrer "Kids-Werkstatt" in einem Wohnwagen, wie sie aus Holz dekorative Marienkäfer und Vögel basteln.

Zahlreiche Deko-Freunde wurden zudem bei der Firma Krüppel fündig, die Teile ihres Blumenverkaufs kurzerhand auf die Straße verlagerte, um die prächtig blühenden Frühlingspflanzen zu zeigen. City-Ring-Chef Heiner Schnorrenberg, der selbst ein Lederwarengeschäft an der Kölner Straße betreibt, zog gestern für sich ein positives Fazit: "Mit dem Verkauf bin ich zufrieden, die Stimmung unter den Besuchern in der Stadt war gut. Das liegt auch daran, dass es nicht zu voll war."

Starke Nerven brauchten die Besucher, die mit dem Auto kamen: Parkplätze waren dieses Jahr besonders rar, selten war die Innenstadt für einen City-Frühling derart weiträumig gesperrt. Das lag wohl auch am zusätzlich benötigten Platz für die große US-Car-Show mit blubbernden V8-Motoren und Musikband: Die Show verlagerte sich vom "Monti" ans Alte Schloss.

(cka)