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Cima entwickelt Tool gegen Leerstand in Grevenbroich.

Zukunftsfähiges Konzept für Grevenbroich : Cima entwickelt Informationssystem für City-Immobilien

Neues Kataster des City-Managements gibt einen Überblick auf die vermiet- und verwertbaren Ladenlokale im Grevenbroicher Stadtzentrum.

Leerstände in der Innenstadt sind nach wie vor ein leidiges Thema. Vom Bahnhofsquartier bis zum Ende der Kölner Straße hat nun das City-Management der Cima eine Art „Kataster“ erstellt. „Dieses Flächen-Informationssystem hält Daten über alle Ladenlokale bereit, die in Erdgeschossen liegen“, beschreibt City-Manager Wolfgang Haensch. Bald soll es dem entsprechenden Fachbereich der Stadt zur Verfügung gestellt werden.

„Das Tool fasst alle Infos zusammen, die es zu ebenerdigen Ladenlokalen im Zentrum Grevenbroichs gibt“, führt Haensch aus. Ist also ein Ladenlokal vermietet und wird beispielsweise gastronomisch genutzt, ist diese Information ebenso hinterlegt, wie die gastronomische Ausrichtung, die Fläche und die Eigentumsverhältnisse.

Mit diesem kontinuierlich fortschreibbaren Informationssystem sollen verwaiste Flächen wiederbelebt werden: „Wir haben alle Daten selbst erhoben und digital umgesetzt“, führt der City-Manager aus. Das wiederum bedeutet, die einzelnen Datensätze sind nicht allein statisch in einer Excel-Liste erfasst, sondern lassen sich per Mausklick räumlich darstellen. Das erleichtert nicht nur den städtischen Verwaltungsmitarbeitern die Arbeit bei der Vermittlung an Interessenten oder potentielle Mieter. So könnten freie Flächen dann auch auf Messen oder per Mailings angeboten werden. „Die Leerstände zeigen, dass die Maßnahmen der städtischen Wirtschaftsförderung nicht kreativ genug sind“, sagte FDP-Fraktionschef Markus Schumacher noch im April dieses Jahres.

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Grundlage für das Info-Tool sind der von der Cima bereits erstellten Einzelhandels- und Gastro-Report. Finanziert mit Mitteln aus dem Integrierten Stadtentwicklungsprogramm (ISEK), endet im Dezember 2018 die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Cima. In einem letzten Kapitel steht nun die Revitalisierung des Wochenmarkts an. „Derzeit sind wir noch in der Ideen-Findungsphase“, sagt Haensch über das Vorhaben, dem inzwischen eher trostlosen Termin wieder neues Leben einzuhauchen. Aktuell besteht der Markt nur noch aus einer überschaubaren Anzahl von Marktbeschickern.